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Batterierecycling: Bergbaukonzern Glencore schluckt Li-Cycle
Der Schweizer Bergbaukonzern Glencore hat das insolvente kanadische Batterierecycling-Unternehmen Li-Cycle übernommen. Betroffen von dem Kauf ist auch eine deutsche Anlage.
Mit der Übernahme kauft Glencore vier sogenannte Spoke-Anlagen von Li-Cycle in Nordamerika und eine in Magdeburg. In diesen Anlagen wird durch das Zerkleinern von Schrott aus der Batterieherstellung und Altbatterien die sogenannte Schwarze Masse hergestellt. Das Werk in Deutschland ist eine der größten Recyclinganlagen für Batterien in Europa.
Aktie nicht mehr handelbar
Aus der Schwarzen Masse können dann in sogenannten Hub-Anlagen wertvolle Metalle wie Lithium, Nickel und Kobalt zurückgewonnen werden. Diesen Schritt hatten für Li-Cycle bis zuletzt aber externe Dienstleister übernommen: Bislang besitzt das Unternehmen selbst nur ein begonnenes Hub-Bauprojekt im US-amerikanischen Rochester. Auch das geht nun an die Schweizer. Zudem war eine Anlage in Italien geplant.
Li-Cycle hatte schon länger finanzielle Probleme und musste im Mai Insolvenz beantragen. Zwar war das Unternehmen nach eigenen Angaben der größte Batterierecycler Nordamerikas, doch insbesondere das erhoffte Geschäft mit Herstellern von Elektroautobatterien kam nie recht in Gang.
Die Li-Cycle-Aktie war in Europa zwischenzeitlich zumindest außerbörslich handelbar, ließ sich zuletzt aber nur noch in den USA kaufen und verkaufen. Nun fällt sie als Option für nachhaltige Anlegerinnen und Anleger ganz aus.
Aussichtsreichere Recycling-Aktien finden Sie in unserem Dossier Müll, Schrott, Recycling: Bei diesen Aktien der Kreislaufwirtschaft kann sich ein Einstieg lohnen.