Orsted ist Weltmarktführer bei Offshore-Windparks, stellt sich aber mit Wasserstoff- und Solarprojekten zunehmend breiter auf. / Foto: Orsted

  Nachhaltige Aktien

Bill Gates investiert in Wasserstoff-Projekt von Orsted

Der Microsoft-Milliardär Bill Gates beteiligt sich am E-Methanol-Projekt FlagshipOne des Energiekonzerns Ørsted. Für die Aktie des dänischen Unternehmens geht es weiter aufwärts.

Mit FlagshipOne will Ørsted pro Jahr bis zu 55.000 Tonnen E-Methanol für die Schiffsbranche erzeugen. Die Produktionsstätte des mit Wasserstoff hergestellten klimafreundlichen Treibstoffs befindet sich im nordschwedischen Örnsköldsvik. Es ist Ørsted zufolge die größte Anlage ihrer Art in Europa.

In den USA soll ein noch größeres Werk gebaut werden

Das Förderkonsortium EU-Catalyst Partnership, dem neben der Europäischen Kommission und der Europäischen Investmentbank die Stiftungsorganisation Breakthrough Energy Catalyst von Bill Gates angehört, wird 15 Prozent der Anteile von FlagshipOne erwerben und eine Bürgschaft übernehmen, um das weitere Wachstum des Unternehmens mitzufinanzieren. Eine entsprechende Mitteilung veröffentlichte Ørsted am Rande der Klimakonferenz COP28 in Dubai.

Der Konzern plant zudem in den USA den Bau einer weiteren E-Methanolanlage. In dem Werk sollen 300.000 Tonnen Treibstoff pro Jahr hergestellt werden können, das US-Energieministerium unterstützt das Projekt mit Fördergeldern.

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Die Ørsted-Aktie hat seit Anfang 2021 erheblich an Wert verloren. Im Kerngeschäft des Konzerns, dem Bau von Windparks auf dem Meer (Offshore), sind die Kosten in den letzten Jahren stark gestiegen, hinzu kommen Lieferengpässe und teils unklare staatliche Förderbedingungen. Anfang November hatte Ørsted zwei große Windparkprojekte in den USA abgesagt und eine Milliardenabschreibung vorgenommen. Kurz darauf trennte sich der Konzern von zwei hochrangigen Managern (ECOreporter berichtete hier).

In den letzten drei Jahren hat Ørsted 70 Prozent seines Börsenwertes verloren. Seit dem Sechs-Jahres-Tief von knapp 34 Euro (1.11.2023) geht es auf niedrigem Niveau wieder leicht aufwärts. Im Monatsvergleich hat die Aktie 30 Prozent gewonnen, aktuell kostet sie im Tradegate-Handel 44,29 Euro (Stand 4.12.2023, 9:15 Uhr).

Die Aktie ist derzeit niedrig bewertet

Das operative Geschäft von Ørsted läuft aber weiterhin solide. Auch finanziell steht das Unternehmen  nach wie vor ordentlich da: Vermögenswerte von 287 Milliarden Kronen standen Ende September Verbindlichkeiten in Höhe von 208 Milliarden Kronen gegenüber.

Die Redaktion schätzt die langfristigen Aussichten für Ørsted trotz der aktuellen Probleme unverändert positiv ein. Der Konzern ist weltweit führend bei Offshore-Windparks und weitet seine Aktivitäten in anderen Bereichen wie Solarenergie, Stromspeichern, CO2-Lagerung (Carbon Capture & Storage, CCS) und grünem Methanol stetig weiter aus.

Nach den hohen Kursverlusten bieten sich bei der Aktie Kaufchancen. Wer jetzt einsteigt, sollte allerdings einen langen Investitionshorizont mitbringen und unruhige Kursverläufe aushalten können. ECOreporter hatte Anfang November darauf hingewiesen, dass sich ein Investment lohnen kann - seitdem ist der Kurs um 27 Prozent gestiegen.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Ørsted A/S:  ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH

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