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Chip-Hersteller STMicroelectronics senkt erneut Prognose
STMicroelectronics hat wie viele Halbleiterkonzerne mit rückläufigen Aufträgen zu kämpfen. Kann sich ein Einstieg in die Aktie des italienisch-französischen Konzerns trotzdem lohnen?
STMicroelectronics setzte in den Monaten Januar bis Juni 7 Milliarden Euro um. Das sind 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen, das unter anderem Halbleiter für Elektroautos, Waschmaschinen, Handys und elektrische Zahnbürsten herstellt, leidet stärker als erwartet unter ausbleibenden Bestellungen von Industriekunden und Automobilherstellern. Der Nettogewinn lag im ersten Halbjahr bei 865 Millionen Euro nach 2 Milliarden Euro im Vorjahr. Die operativen Kosten blieben trotz der geringeren Umsätze in etwa konstant.
Wegen der schwachen Geschäftsentwicklung erwartet STMicroelectronics in diesem Jahr nur noch einen Umsatz von 13,2 bis 13,7 Milliarden Euro. Erst im Mai hatte der Konzern seine Prognose auf 14 bis 15 Milliarden Euro gesenkt. Die Bruttogewinnmarge soll bei ungefähr 40 Prozent liegen. Ursprünglich war das Management von einer Spanne im unteren bis mittleren 40-Prozent-Bereich ausgegangen.
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Die Aktie von STMicroelectronics hat wie viele Tech-Werte von Mitte Juli bis Anfang August deutlich an Wert verloren. Im Monatsvergleich liegt sie 24 Prozent im Minus. Zuletzt ging es wieder leicht aufwärts. Auf Wochensicht notiert die Aktie knapp 2 Prozent im Plus, aktuell kostet sie im Tradegate-Handel 27,98 Euro (Stand 26.8.2024, 10:24 Uhr). Langfristig ist der Kurs deutlich gestiegen, auf fünf Jahre gesehen liegt er 83 Prozent im Plus.
ECOreporter traut es STMicroelectronics zu, in den nächsten Jahren wieder deutlich höhere Gewinne zu erzielen. Das Unternehmen hat ein großes Produktsortiment, fertigt seine Chips selbst und erzielt auch in schwierigen Zeiten solide Gewinne. Zudem profitiert der Konzern vom politischen Rückenwind für den Ausbau der europäischen Halbleiterindustrie. Allerdings ist bei STMicroelectronics der China-Anteil des Geschäfts groß. Zudem erzielt das Unternehmen etwa 12 Prozent seiner Umsätze mit Chips für Apple – und der US-Konzern setzt zunehmend auf selbst entwickelte Halbleiter.
Für mutige Anlegerinnen und Anleger kann STMicroelectronics nach den Kursrücksetzern ein Kandidat für einen Einstieg sein, wenn sie mit deutlichen Kursschwankungen leben können. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 von 19 ist noch vertretbar.
Lesen Sie auch unseren zweiteiligen Halbleiter-Aktien-Überblick.
STMicroelectronics N.V.: ISIN NL0000226223 / WKN 893438
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09.03.26
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