Die TSMC-Aktie ist in den letzten fünf Jahren um 265 Prozent gestiegen. / Foto: TSMC

  Nachhaltige Aktien

Chip-Riese TSMC erzielt 40 % mehr Umsatz

Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) macht trotz der US-Handelsbeschränkungen gute Geschäfte. Die Aktie legt weiter zu.

TSMC setzte im Mai 302,5 Milliarden Taiwan-Dollar (8,9 Milliarden Euro) um. Das sind 8 Prozent weniger als im Rekordmonat April, aber 40 Prozent mehr als im Mai letzten Jahres. Nach den ersten fünf Monaten liegt der Jahresumsatz 2025 mit 1,51 Billionen Taiwan-Dollar (44,3 Milliarden Euro) knapp 43 Prozent über dem Vorjahreswert.

Künstliche Intelligenz treibt den Umsatz

Den Umsatzrückgang zum April erklärt TSMC neben dem stärkeren Taiwan-Dollar mit den neuen US-Vorgaben, die es wichtigen TSMC-Kunden wie Nvidia weiter erschweren, ihre Produkte nach China zu verkaufen (ECOreporter berichtete hier)

TSMC ist mit einem Weltmarktanteil von ungefähr zwei Dritteln der mit Abstand größte Chip-Auftragsfertiger der Welt. Die Geschäftszahlen des Konzerns gelten als wichtigster Indikator für die Lage in der globalen Halbleiter-Branche. Das Unternehmen profitiert schon seit geraumer Zeit von der hohen Nachfrage nach Hochleistungs-Chips für KI-Anwendungen.

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Die TSMC-Aktie setzt ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen fort. Heute ist sie mit einem Plus von 2,1 Prozent und einem Kurs von 185,80 Euro in den Tradegate-Handel gestartet (Stand 10.6.2025, 9:25 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 16 Prozent gewonnen, auf Jahressicht notiert sie knapp 20 Prozent im Plus. Langfristig ist sie sehr gut gelaufen, auf fünf Jahre gesehen beträgt der Wertzuwachs 265 Prozent.

TSMC will unter anderem wegen Unwägbarkeiten aufgrund der US-Zollpolitik einen Teil seiner Produktion in die USA verlegen. Das soll nicht nur die Risiken durch die unberechenbaren Entscheidungen Donald Trumps reduzieren, sondern ist auch eine Reaktion auf die Gefahr durch China. Die Volksrepublik sieht das de facto unabhängige Taiwan als abtrünnige Provinz an. Es gibt schon länger die Befürchtung, dass China versuchen könnte, die Insel zu annektieren oder abzuriegeln. Das könnte die westliche Welt von der Versorgung mit Hochleistungschips abschneiden.

Die Aktie ist nicht teuer, aber riskant

Im März kündigte TSMC daher Investitionen in den USA in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar an, zusätzlich zu den 65 Milliarden US-Dollar, die für drei Werke im US-Bundesstaat Arizona zugesagt wurden. Eines der Arizona-Werke hat bereits den Betrieb aufgenommen.

ECOreporter sieht nach wie vor erhöhte Unsicherheiten für den KI-Sektor, TSMCs wichtigstes Kundensegment. Der Markt ist nach Einschätzung der Redaktion trotz zuletzt deutlicher Korrekturen noch immer überhitzt. Und auch die US-Zölle sowie die Bedrohung durch China bleiben absehbar Risiken für den Konzern. Bis es eine nennenswerte Fertigung außerhalb Taiwans gibt, werden Jahre vergehen.

Zwar liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der TSMC-Aktie für 2025 bei moderaten 17. Defensiven Anlegerinnen und Anlegern rät ECOreporter aber weiterhin nicht zum Einstieg.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR:  ISIN US8740391003 / WKN 909800

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