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Nachhaltige Aktien, Fonds / ETF
Der Iran-Krieg und die Börse – was tun?
Die Finanzmärkte reagieren auf den Iran-Krieg, weltweit sinken Kurse. Wie sollten nachhaltige Anlegerinnen und Anleger jetzt reagieren?
Der wichtigste deutsche Aktienindex DAX 40 schloss am gestrigen Dienstag mit einem Tagesminus von 3,4 Prozent. Der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 verlor 3,6 Prozent, große US-Indizes 1 bis 2 Prozent, der japanische Nikkei ist heute mit einem Minus von 4 Prozent gestartet. Auch der Goldpreis und die Kurse von Staatsanleihen gaben gestern nach, vermeintlich sichere Geldhäfen sind derzeit offenbar keine.
Angst vor hohen Inflationsraten
Der Hauptgrund für die Einbußen sind die wegen des Krieges steigenden Öl- und Gaspreise. Weil der Iran Exporte aus den Golfstaaten behindert, stockt die fossile Energieversorgung der Weltwirtschaft. Die Energiepreise klettern – und mit ihnen die Inflationsraten.
All das belastet den Finanzmarkt, ist allerdings nichts, was nachhaltigen Anlegerinnen und Anlegern schlaflose Nächte bereiten sollte. Kriegsausbrüche sorgen häufig für spürbare Schwankungen an den Börsen, meist pendeln sich die Kurse aber schnell wieder ein. Sollte es zu keiner massiven globalen Energiekrise kommen – und danach sieht es derzeit nicht aus –, dürften sich die finanziellen Auswirkungen des Iran-Krieges in Grenzen halten. Sorgen bereiten ganz andere Dinge: das Leid der Bevölkerung in den vom Krieg betroffenen Ländern, die ökologischen Folgen der Angriffe, die unklare Zukunft des Nahen Ostens.
Tun Sie einfach: nichts
ECOreporter rät: Lassen Sie sich nicht von der vor allem in sozialen Medien kursierenden Panikmache anstecken und verkaufen Sie nicht wegen des Krieges Wertpapiere. Erfahrungsgemäß fahren Sie in Krisenzeiten am besten, wenn Sie Ruhe bewahren und Ihr Depot einfach weiterlaufen lassen.
Sind Sie mit Ihren Investments breit und robust aufgestellt, besteht kein Anlass zur Beunruhigung. Das gilt derzeit insbesondere für nachhaltige Geldanlagen, denn die steigenden Öl- und Gaspreise zeigen einmal mehr, dass fossile Energien nicht nur unsere Lebensgrundlagen zerstören, sondern auch aus sicherheitspolitischen Gründen keine Zukunft haben. Ein Grund mehr, warum Investments etwa in Wind- und Solarfirmen auf lange Sicht vielleicht doch die bessere Idee sind, als Geld in Öl- und Gaskonzerne zu stecken.
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