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Deutsche Bildung Studienfonds II ändert Anleihebedingungen
Die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG hat es im zweiten Anlauf geschafft, die Bedingungen ihrer börsennotierten Anleihen zu ändern.
Das Unternehmen sieht Probleme bei der Rück- und Zinszahlung seiner Anleihen 2016/2026 (ISIN: DE000A2AAVM5) und 2017/2027 (ISIN: DE000A2E4PH3). Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier.
Deshalb werden die Anleihen (Gesamtvolumen 28 Millionen Euro) nun um zehn beziehungsweise elf Jahre bis zum 17. Dezember 2037 verlängert und sollen ab 2028 schrittweise getilgt werden. Zudem will das Unternehmen, eine Tochter der Deutsche Bildung AG aus Frankfurt am Main, die Zinsen von jährlich 4 Prozent erst am Ende der Laufzeit zahlen.
So gut wie keine Gegenstimmen
Diese Änderungen wurden am 2. März bei einer Gläubigerversammlung in den Räumlichkeiten des Unternehmens in Frankfurt beschlossen. Ein erster Versuch, die Anleihebedingungen zu ändern, war im Dezember gescheitert, weil sich nicht genügend Gläubiger an der Abstimmung beteiligt hatten. Jetzt reichte eine geringere Beteiligung, um beschlussfähig zu sein. Den Änderungsanträgen stimmten 99 Prozent (Anleihe 2016/2026) beziehungsweise 100 Prozent (Anleihe 2017/2027) der anwesenden Gläubiger zu.
Der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG ist es nun eigenen Angaben zufolge "möglich, die bestehenden Studienfördervereinbarungen mit Tausenden von Studierenden und Nachwuchsakademikerinnen bzw. Nachwuchsakademikern zu erfüllen. Auch besteht so die Möglichkeit, zukünftig das Geschäftsmodell der einkommensabhängigen Studienförderung durch einen umgekehrten Generationenvertrag gegebenenfalls fortzuführen."
Laut Unternehmen waren die Änderungen der Anleihebedingungen notwendig, um eine "ansonsten drohende Insolvenz abzuwehren". Die beiden Anleihen bewegen sich an der Börse weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Anleihe 2016/2026 notierte im Tradegate-Handel am Donnerstag bei 28,25 Prozent ihres Nennwertes, die Anleihe 2017/2027 stand bei 31,28 Prozent (5.3.2026, 20:01 Uhr). ECOreporter sieht bei den Papieren weiterhin sehr hohe Risiken.
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04.05.26
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