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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
Energiekontor will Solarpark mit Batteriespeichersystem kombinieren
Der Bremer Grünstromkonzern Energiekontor plant, einen geplanten Solarpark in Deutschland mit einem Batteriespeichersystem auszustatten. Dafür kooperiert der ECOreporter-Aktien-Favorit mit dem Energieausrüster Olmatic aus dem baden-württembergischen Freudenstadt. Energiekontor sieht das Projekt als Blaupause für die Zukunft Erneuerbarer Energien.
Den Solarpark Vogelsang will Energiekontor ab der zweiten Jahreshälfte 2025 auf einer Fläche von knapp 58 Hektar im Landkreis Oberhavel in Brandenburg bauen. Mit einer geplanten Gesamtnennleistung von rund 60 Megawattpeak (MWp) und einem erwarteten durchschnittlichen Jahresertrag von ungefähr 71 Gigawattstunden (GWh) könnte er rein rechnerisch mehr als 20.000 deutsche Haushalte mit Strom versorgen.
"Blaupause für zukünftige Anlagen"
Die Kombination mit einem Speichersystem wird den Park laut Energiekontor dann "auf ein neues Niveau" heben. Solarstrom könne so zuverlässiger und konstanter bereitgestellt werden, zudem mache die Kombination den Solarpark wirtschaftlich attraktiver. Mit einem Speicher könnten "Marktschwankungen monetarisiert und Überschüsse flexibel zwischenspeichert und gezielt verfügbar" gemacht werden. Das System soll über eine KI-basierte Energieplattform von Olmatic gesteuert werden.
Eine aktuelle ECOreporter-Einschätzung der Energiekontor-Aktie finden Sie im Premium-Bereich. Weitere Analysen zu Aktien aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor lesen Sie in den jeweils zweiteiligen ECOreporter-Dossiers zu Windaktien und zu Solaraktien.
Aktuell befindet sich zudem die Unternehmensanleihe 2024 der Energiekontor AG in der Platzierung. Die Anleihe verspricht einen Zinssatz von 5,25 Prozent pro Jahr und kann ab 3.000 Euro gezeichnet werden. ECOreporter hat das Angebot hier analysiert.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
"Unsere Partnerschaft mit Olmatic ermöglicht uns die genaue Analyse und Vorhersage der Energieströme", so Peter Szabo, Vorstandsvorsitzender der Energiekontor AG. "Bereits vor einigen Jahren haben wir unser Onshore-Wind-Geschäft um den Solarbereich erweitert. Beide Technologien ergänzen sich ideal, da sich die Peak-Erzeugungsleistungen von Wind und Solar über den Jahresverlauf komplementär verhalten. Damit sichern wir uns gegen Marktschwankungen und ungünstige meteorologische Entwicklungen ab. Darüber hinaus hat es für uns höchste Priorität, unsere Projekte auch zukünftig profitabel aufzustellen, vor allem mit Blick auf die Teilhabe an der negativen Stromproduktion. Wir prüfen daher stets, wo der Einsatz von Speichertechnologien wirtschaftlich sinnvoll sein kann."
Negative Strompreise entstehen, wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. Wer bei negativen Marktpreisen Strom einspeist, erhält keine Vergütung, sondern muss für die Möglichkeit der Einspeisung bezahlen. Negative Strompreise treten vor allem im Winter und Frühjahr auf, wenn viel Windenergie produziert wird und gleichzeitig der Verbrauch an Feiertagen sinkt.
Das Projekt diene als "Blaupause für zukünftige Anlagen, die auf den Prinzipien der Flexibilität und Nachhaltigkeit basieren", so Energiekontor. Projekte wie Vogelsang ebnen nach Ansicht des Unternehmens "den Weg für eine Energiezukunft, in der erneuerbare Ressourcen effizient genutzt und Energiesysteme widerstandsfähiger und smarter gestaltet werden".
Einnahmen verschieben sich
Die Energiekontor-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 48,55 Euro (Stand: 30.12.2024, 11:42 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 12,9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 40,1 Prozent an Wert eingebüßt.
Energiekontor musste Anfang Dezember seine Jahresprognose streichen, mehrere geplante Projektverkäufe verschieben sich laut Unternehmen ins nächste Jahr. Solange es aber nur zu Verschiebungen und nicht zu Ausfällen kommt, sieht ECOreporter Energiekontor weiterhin solide aufgestellt. Die Projektpipeline des Unternehmens ist gut gefüllt, zudem baut Energiekontor den Bestand an eigenen Grünstromanlagen beständig aus. Das sorgt für verlässliche Umsätze aus dem Stromverkauf.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist aufgrund der Einnahmeverschiebungen mit 36 hoch. Für 2025, wenn der Gewinn wieder steigen soll, liegt das erwartete KGV bei günstigen 10. Ein Einstieg ist nach Einschätzung der Redaktion möglich, Anlegerinnen und Anleger sollten jedoch fähig sein, vorerst weitere Rücksetzer beim Kurs auszuhalten. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass sich mit steigenden Ergebnissen auch der Aktienkurs wieder erholt.
Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier.
Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350
(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)