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Tesla liefert mehr Fahrzeuge aus als erwartet, Aktie legt zweistellig zu
Der US-Elektroautobauer Tesla hat mit seinen Auslieferungen im zweiten Quartal 2024 die Erwartungen übertroffen – obwohl die Zahl der Übergaben im Vergleich zum Vorjahr zurückging. Die Aktie des Konzerns schießt nach oben – ist sie ein gutes Investment für nachhaltige Anlegerinnen und Anleger?
In den Monaten April bis Juni lieferte Tesla 443.956 Fahrzeuge aus und damit knapp 5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Es war bereits der zweite Verkaufsrückgang in Folge. Die Produktion lag mit 410.831 Fahrzeugen zudem noch einmal 5 Prozent unter dem ersten Quartal 2024 und markierte den niedrigsten Wert seit dem dritten Quartal 2022.
Preissenkungen und Prämien kurbeln die Nachfrage an
Allerdings hatten Analysten im Schnitt mit einem noch deutlicheren Minus bei den Auslieferungen gerechnet. Das Fazit am Finanzmarkt fiel daher positiv aus. Tesla habe mit seinen Auslieferungszahlen "die Bedenken hinsichtlich einer nachlassenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erheblich zerstreut", urteilt etwa das US-Analysehaus CFRA Research.
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Tesla hatte zuletzt weitere Preissenkungen und Prämienmodelle eingeführt und damit offenbar die Nachfrage ankurbeln können. Zahlen zu Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal will das Unternehmen am 23. Juli nach Börsenschluss veröffentlichen.
Die Tesla-Aktie gewann als Reaktion auf die neuen Daten im gestrigen Xetra-Handel rund 10 Prozent an Wert, aktuell ist sie zum Vortag weitere 1,6 Prozent im Plus und kostet 216,30 Euro (Stand: 3.7.2024, 9:26 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 34 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 15,3 Prozent im Minus.
Über fünf Jahre betrachtet ist der Tesla-Kurs um beeindruckende 1.425 Prozent gestiegen. Das liegt allerdings vor allem daran, dass der Konzern an der Börse eher als Technologieunternehmen denn als Autobauer betrachtet wird. Vollmundig angekündigte technologische Innovationen wie tatsächlich vollständig autonom fahrende Autos oder ein Tesla-Supercomputer lassen jedoch bis heute auf sich warten. Und die Kursverluste in diesem Jahr zeigen: Letztlich entscheidet über Teslas Erfolg eben doch das Fahrzeuggeschäft.
Wie nachhaltig ist ein Tesla-Investment wirklich?
Für nachhaltige Anlegerinnen und Anleger macht zudem Tesla-Chef Elon Musk einen Kauf der Aktie schon länger zur Gewissensfrage. Der Milliardär fällt immer wieder durch demokratie- und menschenfeindliche Äußerungen und Posts auf Social Media-Kanälen auf, aktuell läuft gegen ihn eine Klage wegen Insider-Handels. Hinzu kommt ein Rechtsstreit um ein milliardenschweres Vergütungspaket für Musk. Tesla hat dieses Paket Mitte Juni bereits ein zweites Mal von der Hauptversammlung absegnen lassen, nachdem es Anfang des Jahres gerichtlich gestoppt worden war. Gleichzeitig rollt eine Entlassungswelle durch den Konzern, Berichten zufolge müssen weltweit bis zu 20 Prozent der Belegschaft gehen. Generell sorgen die Arbeitsbedingungen bei Tesla regelmäßig für Kritik.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist mit 99 trotz der Kursverluste in den letzten Monaten hoch und mit der einsetzenden Erholung der Aktie sogar wieder gestiegen. Für 2025 liegt das KGV bei ebenfalls hohen 69. ECOreporter rät vorsichtigen Anlegerinnen und Anlegern weiterhin vom Kauf der Tesla-Aktie ab.
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Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T