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Erneuerbare Energie, Meldungen
Erneuerbare Energien liefern einen Tag lang Gratisstrom
Am Neujahrstag fiel der Preis an der deutschen Strombörse auf null. Davon profitierten Kunden mit dynamischen Tarifen.
Zwischen 0 und 22 Uhr am 1. Januar kostete der Strom an der Börse 0 Euro. Der Grund: Die Nachfrage war an dem Feiertag vergleichsweise gering, und gleichzeitig erzeugten Windparks an Land und auf See viel Energie, weil starke Winde wehten. Zusammen mit dem Strom aus Solaranlagen, Wasserkraftwerken und Biomasseanlagen konnte der Bedarf in Deutschland mehr als gedeckt werden, der Strompreis sackte auf null ab.
Grünstrom ins Ausland
Zeitweise produzierten an Neujahr alleine die Erneuerbare-Energien-Kraftwerke 125 Prozent der benötigten Strommenge – so viel, dass 14 Gigawattstunden Strom ins Ausland verkauft wurden, vor allem nach Österreich, Dänemark und in die Schweiz.
Die meisten deutschen Stromnutzer profitierten allerdings nicht vom Gratisstrom, weil sie ihre Energie zu Festpreisen beziehen. Die 0 Euro galten nur für Privathaushalte und Unternehmen mit dynamischen Stromtarifen. Wer einen solchen Tarif hat, muss allerdings auch hohe Preise zahlen, wenn die Nachfrage höher ist als das Angebot und der Börsenkurs entsprechend steigt.
Laut Bundesnetzagentur hat Deutschland im letzten Jahr 59 Prozent seines Stroms aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse gewonnen, 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Preise an der Strombörse schwanken stärker als früher, weil die Produktion wetterabhängig ist und noch nicht genügend Großspeicher zur Verfügung stehen, um überschüssige Energie zu speichern.
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