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ETF-Test: iShares MSCI Japan SRI EUR Hedged ETF
Dieser ETF namens iShares MSCI Japan SRI EUR Hedged ETF investiert in nachhaltige japanische Aktien. Gegen Währungsrisiken ist er abgesichert. ECOreporter hat Nachhaltigkeit und Wertentwicklung auf den Prüfstand gestellt.
Anbieter des ETFs ist iShares, eine Tochter des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock aus den USA. BlackRock bemüht sich zwar um ein nachhaltiges Image, aber der Konzern investiert viel in die Bereiche Öl-, Gas- und Kohle.
Finanzen / Risiko
Der ETF startete im April 2016. Seit Jahresstart hat der ETF im aktuell schwierigen Börsenumfeld 1,0 Prozent an Wert eingebüßt, hat sich damit aber deutlich besser gehalten als der weltweite Aktienindex MSCI World, der im selben Zeitraum 14,2 Prozent im Minus ist.
Anlegerinnen und Anleger sollten allerdings vor allem auf die langfristige Wertentwicklung achten: Auf ein Jahr gesehen hat der ETF 4,5 Prozent an Wert gewonnen, der MSCI World büßte im selben Zeitraum 2,1 Prozent ein. Auf fünf Jahre gesehen ist der ETF 89 Prozent im Plus, der MSCI World legte 80,6 Prozent zu.
Allerdings schwankte der Kurs in den letzten Jahren stark. So brach der ETF etwa im letzten Jahr zwischen Mitte Juli und Anfang August um 24 Prozent ein, um sich dann bis Anfang September wieder fast vollständig zu erholen.
Der ETF trägt im Namen den Zusatz "EUR hedged": Das bedeutet, er ist durch einen fest bestimmten Wechselkurs zwischen Euro und japanischem Yen dagegen abgesichert, dass der Yen gegenüber dem Euro an Wert verliert. Gleichzeitig kann er aber nicht von günstigen Wechselkursen profitieren.
Mit 0,25 Prozent liegen die jährlichen Gebühren auf dem Niveau vergleichbarer ETFs. ECOreporter empfiehlt eine Haltedauer von mindestens 7, besser 10 Jahren.
Nachhaltigkeitskonzept
Der ETF bildet einen Index des US-Anbieters MSCI nach und investiert in 54 mittlere und große japanische Unternehmen. Der ETF-Anbiter iShares nennt den ETF „SRI“. Das Kürzel steht für "Socially Responsible Investment", frei übersetzt: "nachhaltiges Investieren". Für die Nachhaltigkeitsanalysen ist die US-amerikanische Ratingagentur MSCI ESG verantwortlich.
Seine Investments wählt der ETF nach dem sogenannten "Best-in-Class-Prinzip" aus. In jeder zugelassenen Branche ("Class") kommen dabei für diesen Index bis zu 25 Prozent der nachhaltigsten Unternehmen infrage. Unternehmen müssen zudem eine bestimmte ESG-Mindestnote besitzen. ESG steht für die Bereiche Ökologie (E wie Environment), Soziales (S wie Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (G wie Governance).
Durch dieses System soll sichergestellt werden, dass wenig nachhaltige Unternehmen, die in ihrer Branche trotzdem zu den nachhaltigsten zählen, nicht in den Index gelangen können. Zudem gelten Ausschlusskriterien für bestimmte Geschäftsbereiche.
Ausschlusskriterien
Das Best-in-class-System ergänzt der ETF durch Ausschlusskriterien. So sind Aktiengesellschaften tabu, die an Geschäften mit geächteten Waffen oder Atomwaffen beteiligt sind oder gegen den UN Global Compact verstoßen, also etwa Menschen- und Arbeitsrechte grob verletzen. Auch Unternehmen, die zivile Schusswaffen oder Tabakprodukte herstellen oder Kohle fördern, sind ausgeschlossen. Ebenso gibt es keine Toleranz für "unkonventionelle" Öl- und Gasförderung. Gemeint sind damit beispielsweise Ölgewinnung aus Ölsanden oder Gasgewinnung aus Schiefergas. Konventionelle Formen der Öl- und Gasförderung sind als Investment erlaubt, also beispielsweise Bohrinseln oder gar das Bohren in der Arktis.
Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit der Stromerzeugung aus Kohle oder mehr als 15 Prozent Atomkraft erwirtschaften, sind auch ausgeschlossen. Einschränkungen gelten auch für Umsätze mit der Herstellung von Alkohol, gentechnisch veränderten Organismen und Glücksspielangeboten. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien und der jeweiligen Toleranzschwellen finden Sie im Premiumbereich.
So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF
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