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ETF-Test: BNP Paribas Easy MSCI Europe SRI S-Series PAB 5% Capped UCITS ETF EUR Dis
Europaweit nachhaltig investieren: Geht das mit dem ETF BNP Paribas Easy MSCI Europe SRI? ECOreporter hat geprüft, ob echte Nachhaltigkeit im Aktienpaket steckt und wie sich der ETF finanziell entwickelt hat.
Anbieter des ETFs ist BNP Paribas Easy, eine Tochter der französischen Großbank BNP Paribas. Die Bank wird in der EU noch bis 2030 Kohleprojekte finanzieren. Und außerhalb Europas plant BNP Paribas, sogar noch bis 2040 Geld in Kohleprojekte zu stecken.
Finanzen/Risiko
Der ETF startete im März 2018. Auf ein Jahr gesehen hat er 6,1 Prozent zugelegt, der weltweite Aktienindex MSCI World gewann im gleichen Zeitraum 12,0 Prozent an Wert. Auf fünf Jahre gesehen erzielte der ETF ein Plus von 47,2 Prozent, der MSCI World gewann 108,4 Prozent. ECOreporter hat die Finanznote zuletzt im Oktober 2025 neu berechnet.
Die Jahresgebühr von 0,25 Prozent liegt auf dem Niveau vergleichbarer ETFs. Die Kursschwankungen in den letzten drei Jahren fielen moderat aus.
Nachhaltigkeitskonzept
Der ETF bildet einen Aktienindex des US-Finanzdienstleisters MSCI ab. Bewertung und Auswahl der Unternehmen stammen von MSCI. Der ETF investiert in 112 mittelgroße und große europäische Unternehmen. Das Kürzel "SRI" im Namen steht für "Socially Responsible Investment", sinngemäß übersetzt "Nachhaltiges Anlegen".
Der ETF arbeitet mit dem sogenannten „Best-in-Class“-Verfahren. Um sich für ein Investment zu qualifizieren, müssen Unternehmen zum nachhaltigsten Viertel in ihrer Branche gehören. Bei den Branchen gelten Ausschlusskriterien. Zusätzlich müssen die Unternehmen im ETF gemeinsam eine CO2-Bilanz aufweisen, die mindestens um die Hälfte besser ist als die des nicht-nachhaltigen MSCI Europe Index. Zudem muss die CO2-Intensität des Portfolios jedes Jahr um mindestens 7 Prozent sinken. Die CO2-Bilanz wird für diesen ETF danach bemessen, wie viele Tonnen CO2 ein Unternehmen je US-Dollar Börsenwert ausstößt.
Ausschlusskriterien
Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, die an Geschäften mit geächteten Waffen oder Atomwaffen beteiligt sind oder gegen den UN Global Compact verstoßen, also etwa Menschen- und Arbeitsrechte grob verletzen. Die Herstellung von zivilen Schusswaffen und Tabakprodukten sowie menschliche Stammzellenforschung sind ebenfalls tabu. Auch die Förderung von Kohle, Öl und Gas sowie die Stromerzeugung aus Kohle sind komplett untersagt - das sind vergleichsweise strenge Kriterien.
Unternehmen müssen bei anderen Geschäften mit Öl und Gas zudem bestimmte Umsatztoleranzschwellen einhalten, diese liegen zwischen 5 und 30 Prozent. Zudem dürfen Firmen nur einen bestimmten Anteil ihres Umsatzes etwa mit Alkohol, Glücksspiel und Pornografie machen. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premium-Bereich.
So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF
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