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Im Test: Ökoworld Water for Life
Der Ökoworld Water for Life will ausschließlich in Unternehmen investieren, die zu einem schonenderen Umgang mit Wasser beitragen. ECOreporter hat den Aktienfonds genau geprüft – ist er grün genug für das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel?
Der Ökoworld Water for Life enthält Aktien von Wasserversorgern, Abwasserspezialisten und Anbietern von Wassertechnik. Aber der Fonds ist nicht auf die Wasserbranche beschränkt. Er investiert auch beispielsweise in Solarparkbauer, nachhaltige Pharmakonzerne und Tierfutterhersteller, die so wenig Wasser wie möglich verbrauchen.
Ungewöhnlich: Zum Testzeitpunkt stammen nur 40 Prozent der Aktien aus den USA und verhältnismäßig viele aus Japan (11 Prozent) und Brasilien (10 Prozent). Aus dem Euroraum kommen lediglich 13 Prozent der Papiere. Der im Vergleich zu vielen anderen weltweit anlegenden Fonds geringe US-Anteil erklärt auch, warum der Ökoworld Water for Life in den letzten Jahren nicht so gut gelaufen ist wie etwa ETFs auf den globalen Referenzindex MSCI World, in dem sehr viele renditestarke US-Aktien vertreten sind.
Die Ausschlusskriterien des Fonds sind anspruchsvoll: Sie decken viele Branchen ab und umfassen auch Zulieferer (eine Liste der Kriterien finden Sie weiter unten). Die kerngrüne Fondsgesellschaft Ökoworld aus Hilden bei Düsseldorf verlässt sich bei der Bewertung von Unternehmen nicht auf ESG-Ratings von Agenturen und führt das Nachhaltigkeits-Research selbst durch. Zudem wird der Ökoworld Water for Life von einem dreiköpfigen wissenschaftlichen Fachbeirat unterstützt. Das hat seinen Preis: Mit 2,36 Prozent sind die Jahreskosten des Fonds vergleichsweise hoch.
ECOreporter hat den kompletten Aktienbestand überprüft: Keines der 62 Unternehmen im Fonds verstößt zum Testzeitpunkt gegen die Anlagerichtlinien.
Ein ECOreporter-Siegelfonds

Im ECOfondstest erhält der Ökoworld Water for Life die Nachhaltigkeitsnote 1,3. Damit gehört er zu den grünsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel.
Den vollständigen Fondstest finden Sie weiter unten. Sie können sich den Test rechts oben auch als kostenfreies PDF herunterladen.
ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Rentenfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.
Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
Lesen Sie auch unser Dossier Acht nachhaltige Wasserfonds – verlässlich sprudelnde Renditen.
ECOfondstest
02/2026
Einzeltest
Aktienfonds
Ökoworld Water for Life
FINANZEN: Auf Jahressicht hat der Fonds 0,3 % an Wert verloren (6.2.2025 – 6.2.2026). Zum Vergleich: Der MSCI World Index stieg im gleichen Zeitraum um 4 %. In den letzten 10 Jahren legte der Fonds 71 % zu (MSCI World: plus 221 %). Die Jahresgesamtkosten sind mit 2,36 % vergleichsweise hoch. Zudem wird bei Überschreiten des Höchstkurses (High-Watermark) und der Mindestperformance von 8 % eine Performance-Gebühr von maximal 10 % der jährlichen Wertsteigerung erhoben.
RISIKO: Totalverlust unwahrscheinlich. Teilverluste möglich. Im Vergleich mit anderen Aktienfonds durchschnittliche Wertschwankungen.


NACHHALTIGKEIT: Der Fonds will ausschließlich in Unternehmen investieren, die zu einem schonenderen Umgang mit Wasser beitragen. In der Aktienliste finden sich Wasserversorger wie Aguas Andinas oder Manila Water, Abwasserfirmen (Clean Harbors) und Wassertechnikanbieter (Geberit, Zurn Elkay, Metawater). Zudem Erneuerbare-Energien-Unternehmen (Nordex, Scatec, Grenergy), Müllentsorger (Republic Services, Orizon Valorizacao), der Pharmakonzern AstraZeneca und der Tierfutterhersteller Freshpet. Der Fonds enthält neben Aktien aus Industrieländern auch Papiere aus Schwellenländern wie Chile, Indien, Brasilien und den Philippinen. Komplett tabu sind u.a. Unternehmen, die Geld verdienen mit Rüstung, Atomenergie, Öl und Kohle, Alkohol, Tabak, Pestiziden und vermeidbaren Tierversuchen. Die Ausschlusskriterien sind streng: Sie umfassen auch Zulieferer. Nach ECOreporter-Recherchen verstößt keines der zum Testzeitpunkt 62 Unternehmen im Fonds gegen dessen Auswahlkriterien. Ökoworld verlässt sich nicht auf externe ESG-Ratings, sondern führt das Nachhaltigkeits-Research selbst durch. Der Fonds hat einen wissenschaftlichen Fachbeirat, der Ökoworld zu Klimathemen berät. Der Beirat besteht aus drei Umweltwissenschaftlern von der RWTH Aachen, dem Fraunhofer-Institut in Karlsruhe und dem Max-Planck-Institut in Mainz.
TRANSPARENZ: Ökoworld veröffentlicht einmal im Monat die vollständige aktuelle Aktienliste. Die Jahres- und Halbjahresberichte enthalten viele Informationen zu den investierten Unternehmen. Der Fondsanbieter informiert zudem sehr ausführlich über Nachhaltigkeitskonzept, Auswahlverfahren und Fondsgremien.
NACHHALTIGE WIRKUNG: Der Fonds beteiligt sich an Neuemissionen von Aktien. Hierbei fließt Geld vom Aktionär direkt ins Unternehmen. Zudem kontaktiert Ökoworld Unternehmen, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Die Fondsgesellschaft nimmt auch ihre Stimmrechte auf Hauptversammlungen wahr und informiert über ihr Stimmverhalten.
Gesamtnote:
1
2
3
4
5
6
Fazit: Weltweit gestreute Investments in nachhaltige Unternehmen – auch außerhalb der Wasserbranche.
Nachhaltigkeitsnote:
1
2
3
4
5
6
Aktien-Auswahlprinzip:
1,0
Nachhaltigkeits-Management:
1,7
Transparenz:
1,3
Nachhaltige Wirkung:
1,3
Finanznote:
1
2
3
4
5
6
Wertentwicklung:
3,1
Sicherheit/Risiko:
2,3
Kosten:
3,7
Wertentwicklung: Performance in Relation zu MSCI World Index und Festgeldanlagen (Faktor 5 in Finanznote). Gesamtnote kann Rundungsdifferenzen aufweisen.

Stärken
- Strenge Nachhaltigkeitskriterien
- Vorbildliche Transparenz
- Hohe nachhaltige Wirkung
Schwächen
- Hohe Kosten
Empfohlene Anlagedauer: Ab 7, besser 10 Jahre.
Fondsname:
Ökoworld Water for Life
Start:
2008
Fondsgesellschaft:
Ökoworld Lux. S.A.
ISIN:
LU0332822492
Internet:
Volumen 6. Februar 2026:
51,5 Millionen Euro
Jahresgesamtkosten (TER):
2,36%
- Uranabbau
- Chlorchemie & PFAS
- Verursachung massiver Umweltschäden
- Raubbau an natürlichen Ressourcen
- Systematische Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften
