Reinraum im bereits bestehenden Infineon-Werk in Dresden. / Foto: Infineon

  Nachhaltige Aktien

Infineon erhält 920 Millionen Euro Förderung für neue Fabrik

Deutschlands größter Halbleiterkonzern Infineon wird vom deutschen Staat einen Zuschuss von 920 Millionen Euro für den Bau einer neuen Chip-Fabrik in Dresden bekommen. Die Aktie des Unternehmens aus Neubiberg bei München setzt ihren Aufwärtstrend fort.

Die EU-Kommission in Brüssel hat die staatliche Beihilfe mittlerweile genehmigt. Die Bauarbeiten für das neue Werk sind bereits angelaufen, die ersten Halbleiter sollen nächstes Jahr produziert werden. Infineon will in der Fabrik, seiner zweiten in Dresden, unter anderem Halbleiter für die Automobilindustrie und Erneuerbare-Energien-Anlagen fertigen. Durch das Werk sollen ungefähr 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

Die Infineon-Aktie hat seit Anfang November trotz einiger Schwankungen deutlich an Wert gewonnen. Im Monatsvergleich liegt sie 14 Prozent im Plus, auf Jahressicht beträgt der Wertzuwachs 18 Prozent. Auch langfristig hat sich die Aktie gut entwickelt, auf fünf Jahre betrachtet notiert sie 77 Prozent im Plus. Heute kostet das Papier im Tradegate-Handel nahezu unverändert zum Vortag 38,47 Euro (Stand 21.2.2025, 9:48 Uhr).

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Infineon hat im letzten Quartal die eigene Prognose übertroffen, von 3,4 Milliarden Euro Umsatz blieben 246 Millionen Euro als Nettogewinn hängen (ECOreporter berichtete hier). Im aktuellen Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatzanstieg auf 3,6 Milliarden Euro.

Nach einem Gewinneinbruch hatte Infineon Anfang August 2024 angekündigt, 1.400 Stellen zu streichen und Jobs in Niedriglohnländer zu verlagern. Das Unternehmen leidet vor allem unter der Flaute im Automobilsektor. Ein Risiko bleibt zudem die Abhängigkeit Infineons vom chinesischen Markt. Der Konzern erzielt ungefähr ein Drittel seines Umsatzes in China, und die chinesische Regierung drängt einheimische Unternehmen dazu, künftig möglichst viele Halbleiter selbst zu fertigen - auch im für Infineon wichtigen Automobilbereich.

ECOreporter sieht trotz der aktuellen Schwierigkeiten weiter Potenzial bei der Aktie. Im Geschäftsjahr 2022/23 hatte Infineon einen Rekordgewinn erzielt, und auch aktuell erreicht der Konzern noch solide Margen. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 31 für das im September endende Geschäftsjahr 2024/25 ist die Aktie eher hoch bewertet, für das Geschäftsjahr 2025/26 liegt das erwartete KGV bei vertretbaren 20. Ein Investment für etwas risikofreudigere Investoren mit langem Anlagehorizont.

Infineon Technologies AG:  ISIN DE0006231004 / WKN 623100

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