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Infineon erhält Förderung für mobilen Quantencomputer
Das Bundesinnenministerium hat Infineon einen Förderzuschlag für den Bau eines Quantencomputers erteilt, der in der täglichen Arbeit von Sicherheitsbehörden eingesetzt werden soll. Die Infineon-Aktie legt leicht zu.
Infineon und sein Technologiepartner Oxford Ionics sind eines von drei Konsortien, die in den nächsten drei Jahren mobile Quantencomputer für die Cyberagentur des Innenministeriums entwickeln sollen. Die Agentur fördert die drei Projekte mit insgesamt 35 Millionen Euro.
Der Ionen-Qubits-Quantencomputer von Infineon wird Unternehmensangaben zufolge über alle wichtigen Funktionen verfügen, um komplexe Operationen auszuführen, wie sie beispielsweise für maschinelles Lernen oder zur Logistikoptimierung benötigt werden. Der Computer soll resistent gegen Umwelteinflüsse sein und verhältnismäßig wenig Strom verbrauchen.
Gesucht wird ein Quantencomputer to go
Die Cyberagentur möchte einen reproduzierbaren und programmierbaren Quantencomputer erhalten, der von Sicherheitseinrichtungen in der konkreten Arbeit genutzt werden kann, und zwar vor Ort und nicht in hochspezialisierten Laboren. Die erforderliche Technik muss dafür insgesamt verkleinert werden und unabhängig von Laborbedingungen wie speziellen Stromanschlüssen und stabilen Umweltbedingungen gemacht werden.
„Unser Quantencomputersystem wird so mobil sein, dass es quasi überall genutzt werden kann“, sagt Clemens Rössler, Leiter Ionenfallenentwicklung von Infineon. „Für uns geht der Bau des mobilen Quantencomputers über ein gewöhnliches Forschungsprojekt hinaus. Es geht darum, unser Technologie-Know-how mit marktgängiger Fertigungstechnik zu verbinden. So machen wir Quantencomputing praxistauglich.“
Langfristig ist die Aktie gut gelaufen
Die Infineon-Aktie ist heute mit einem Plus von 2 Prozent und einem Kurs von 30,78 Euro in den Tradegate-Handel gestartet (Stand 19.9.2024, 9:30 Uhr). Seit Herbst 2022 bewegt sich die Aktie unter teils starken Schwankungen in erster Linie seitwärts, seit Juni dieses Jahres ist der Kurs überwiegend gefallen. Im Jahresvergleich hat die Aktie knapp 4 Prozent an Wert verloren, auf fünf Jahre gesehen notiert sie 66 Prozent im Plus.
Nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2023/24 hatte Infineon Anfang August angekündigt, 1.400 Stellen zu streichen und Jobs in Billiglohnländer zu verlagern. Zudem sollen andere, bereits länger angekündigte Sparmaßnahmen weiterhin wie geplant durchgeführt werden. Das Unternehmen leidet gerade im für Infineon wichtigen Automobilsektor unter einer geringeren Nachfrage.
Wie ECOreporter die Infineon-Aktie aktuell einschätzt, erfahren Sie hier.
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Infineon Technologies AG: ISIN DE0006231004 / WKN 623100
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09.03.26
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