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Intel enttäuscht mit Ausblick – Chefsuche geht weiter
Der US-Chipkonzern Intel hat zum Jahresabschluss 2024 mit seinem Umsatz die Erwartungen übertroffen. Dafür enttäuscht der Ausblick, und Intel sucht immer noch einen neuen Chef.
Im vierten Quartal 2024 sank der Umsatz zwar um 7 Prozent zum Vorjahr auf 14,3 Milliarden US-Dollar. Damit traf Intel aber das obere Ende der eigenen Prognose und schnitt besser ab, als von Analysten erwartet. Der Verlust lag bei 126 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor.
Ausblick unter den Erwartungen
Im Gesamtjahr 2024 setzte Intel 53 Milliarden Dollar um, 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 19 Milliarden Dollar, nach einem Gewinn von 1,7 Milliarden Dollar im Vorjahr. Dass der Jahresverlust so hoch ausfällt, liegt vor allem an einem Minus von 16,6 Milliarden Dollar im dritten Quartal, dem größten Verlust der Unternehmensgeschichte.
Eine aktuelle Einschätzung der Intel-Aktie finden Sie im Premium-Bereich. Weitere Analysen zu Unternehmen der Halbleiter-Branche lesen Sie im ECOreporter-Dossier Zwischen KI-Boom und PC-Flaute: Bei diesen nachhaltigen Chip-Aktien kann sich der Einstieg lohnen
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Für das laufende erste Quartal 2025 stellt Intel Erlöse zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten bislang im Schnitt mit rund 12,9 Milliarden Dollar gerechnet.
Keine Neuigkeiten hat Intel bei der Chefsuche. Der Konzern sucht eine neue Führung, seitdem der langjährige Chef Pat Gelsinger im Dezember überraschend seinen Abschied verkündet hatte – mutmaßlich nicht ganz freiwillig. ECOreporter berichtete hier.
An der Börse stehen heute die übertroffenen Erwartungen für das letzte Jahresviertel 2024 im Vordergrund. Im Tradegate-Handel ist die Aktie aktuell 2,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 19,79 Euro (Stand: 31.1.2025, 9:28 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 0,5 Prozent im Plus, in den letzten zwölf Monaten hat sie 50 Prozent an Wert verloren.
Mit einem neuen Fertigungsprozess namens "Intel 18A" möchte Intel bis Ende 2025 den Weltmarktführer TSMC technologisch wieder überholen. Das Tagesgeschäft läuft allerdings schlecht, der Konzern muss sparen und streicht tausende Stellen. Beim Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI) spielt Intel praktisch keine Rolle. Und auch das klassische Geschäft mit PC-Prozessoren steht unter Druck.
Zwar genießt Intel starke politische Rückendeckung und erhält hohe Subventionen. Aktuell rät ECOreporter defensiven Anlegerinnen und Anlegern aber vom Kauf der Aktie ab, auch weil unklar ist, wie Intels Strategie unter einer neuen Unternehmensführung aussehen wird. Die Interims-Chefs Michelle Johnston Holthaus und David Zinsner hatten zuletzt eine Abspaltung der Chip-Fertigung nicht mehr ausgeschlossen.
Intel Corp.: ISIN US4581401001 / WKN 855681
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