Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Intel verteidigt Milliarden-Subventionen für Magdeburg-Fabriken
Der Chef des US-Chipkonzerns Intel, Pat Gelsinger, hat die zehn Milliarden Euro die der Konzern an deutschen Subventionen für den Bau einer Chipfabrik in Magdeburg erhält, gerechtfertigt. Diese seien auch im Wettbewerb mit der asiatischen Konkurrenz notwendig.
Der ECOreporter-Aktien-Favorit plant in Magdeburg den Bau von zwei Chip-Fabriken. Langfristig sollen diese zu einer "Mega-Fabrik" mit bis zu acht zusammenhängenden Werken ausgebaut werden.
Produktion soll 2027 starten
Die Investitionskosten liegen insgesamt bei rund 30 Milliarden Euro, der Staat will rund 10 Milliarden Euro zuschießen. Ab 2027 sollen in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt die ersten Chips produziert werden.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
China, Korea oder Taiwan hätten die Halbleiterbranche in den vergangenen Jahrzehnten massiv unterstützt, sagte Gelsinger in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Die Subventionen seien notwendig, um konkurrenzfähig produzieren zu können.
Die Entscheidung für Deutschland sei vor allem deshalb gefallen, weil Deutschland eine große Tradition in der industriellen Produktion habe, sagte Gelsinger. Innerhalb des Landes habe sich Magdeburg durchgesetzt: "Magdeburg war einfach hungriger. Sie wollten gewinnen."
Im Xetra-Handel schloss die Intel-Aktie am Freitag bei einem Preis von 34,03 Euro und damit 0,3 Prozent im Plus zum Vortag (Stand: 6.10.2023, 17:35 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Akte 4,2 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 30,1 Prozent an Wert gewonnen.
Intel hat insbesondere wegen Problemen bei der Fertigung in den letzten Jahren am Chipmarkt an Boden verloren. Ein Ausbau bei gleichzeitiger Modernisierung der Produktion und die Neuschaffung eines Geschäfts als Auftragsfertiger sollen Intel wieder auf Kurs bringen. Dem Fabriknerubau in Magdeburg kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.
Gleichzeitig spart Intel kräftig und trennt sich von Geschäftsbereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Zuletzt erklärte das Unternehmen, seine Sparte für programmierbare Spezial-Chips ausgliedern und an die Börse bringen zu wollen.
Wegen der hohen Investitionen erwartet Intel, das laufende Geschäftsjahr 2023 in der Verlustzone abzuschließen. Langfristig traut ECOreporter es Intel zu, wieder solide Gewinne zu erwirtschaften. Dass der Konzern eigene Fabriken besitzt und nicht abhängig von asiatischen Auftragsfertigern ist, kann sich als Vorteil erweisen.
Intel bleibt eine Aktie mit Risiken
Anlegerinnen und Anleger, die einen Einstieg in Erwägung ziehen, sollten ihre Investition aber langfristig planen. Für 2024, wenn der Konzern wieder Gewinne erzielen will, liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie bei hohen 45. Die erwartete Dividendenrendite für das laufende Geschäftsjahr beträgt 1,6 Prozent.
Intel ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Lesen Sie hier unser ausführliches Unternehmensporträt. Mehr zum Thema KI erfahren Sie im ECOreporter-Dossier In Künstliche Intelligenz investieren: die nachhaltigsten KI-Aktien.
Welche Dividendenkönige ECOreporter aktuell empfiehlt, lesen Sie in unserem Überblick Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien bieten sich jetzt Kaufgelegenheiten.
Aussichtsreiche Chip-Aktien finden Sie im Artikel Bei diesen nachhaltigen Chip-Aktien bieten sich Kaufgelegenheiten
Intel Corp.: ISIN US4581401001 / WKN 855681