Intel-Chef Pat Gelsinger hat radikal den Rotstift angesetzt. / Foto: Intel

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Intel will 15.000 Stellen streichen, Aktie verliert 20 %

Der US-amerikanische Chip-Riese Intel muss sparen und plant, etwa 15 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Zudem wird die Dividende gestrichen. Der Börsenkurs der ECOreporter-Favoriten-Aktie bricht ein.

Der Stellenabbau ist Teil eines Maßnahmenkatalogs, mit dem Intel kurzfristig 10 Milliarden US-Dollar einsparen will. Seine Quartalsdividende setzt der Konzern ab dem vierten Quartal dieses Jahres aus. „Unser Ziel ist es, im Laufe der Zeit wieder eine wettbewerbsfähige Dividende zu zahlen“, teilte Intel-Boss Pat Gelsinger mit. „Derzeit konzentrieren wir uns aber auf unsere Bilanz und den Schuldenabbau." Laut Gelsinger ist der Konzern momentan wegen zu hoher Kosten „nicht wettbewerbsfähig“.

Auch bei den Investitionen möchte Intel sparen. In diesem Jahr sind Ausgaben zwischen 25 und 27 Milliarden Dollar vorgesehen, 2025 sollen es nur noch 20 bis 23 Milliarden Dollar sein. Das Unternehmen plant neue Fabriken in mehreren Ländern, um künftig verstärkt Halbleiter für andere Chip-Entwickler herstellen zu können. Ob alle diese Werke – zwei davon in Magdeburg – jetzt noch gebaut werden, ist derzeit unklar. Konzernchef Gelsinger sagte dazu, man werde darauf achten, nicht zu hohe Produktionskapazitäten aufzubauen. Nähere Details nannte er nicht.

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Der Kurs der Intel-Aktie ist heute um 20 Prozent eingebrochen, aktuell steht er im Tradegate-Handel bei 21,54 Euro (2.8.2024, 9:34 Uhr). Die Aktie kostet damit so wenig wie zuletzt im Frühsommer 2014.

Intel war jahrzehntelang der wichtigste Halbleiterkonzern der Welt, ist mittlerweile jedoch in einigen Bereichen technologisch hinter Konkurrenten wie Nvidia, AMD oder TSMC zurückgefallen. Im zukunftsträchtigen Geschäft mit Chips für KI-Anwendungen etwa spielt Intel bislang kaum eine Rolle.

Im letzten Quartal sank der Umsatz um 1 Prozent zum Vorjahr auf 12,8 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Nettoverlust von etwa 1,6 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal hatte Intel noch einen Gewinn von fast 1,5 Milliarden Dollar erzielt.

Wie sind die Aussichten für die Aktie?

ECOreporter traut es Intel trotz der aktuellen Probleme zu, ab etwa 2027 wieder solide Gewinne zu erzielen – vorausgesetzt, die Politik stützt das Unternehmen weiterhin mit hohen Subventionen für neue Halbleiterwerke. Da dies in einigen Ländern unklar ist, bleibt die Aktie ein Investment mit erhöhtem Risiko. Für einen Einstieg spricht derzeit der historisch niedrige Börsenkurs. Wer jetzt kauft, sollte allerdings Geduld und gute Nerven mitbringen.

Intel ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie hier unser Unternehmensporträt. Welche Dividendenkönige ECOreporter derzeit empfiehlt, erfahren Sie in unserem großen Überblick.

Weitere aussichtsreiche Halbleiter-Aktien finden Sie in unserem Dossier Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Bis 1.800 % Plus in fünf Jahren.

Lesen Sie auch: Nachhaltig in Künstliche Intelligenz investieren? Das sind die ECOreporter-KI-Aktientipps

Intel Corp.: ISIN US4581401001 / WKN 855681

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