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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Jinko Solar plant Kapitalerhöhung an der Börse Frankfurt
Der chinesische Solarmodulhersteller Jinko Solar will eine Milliarde sogenannter Hinterlegungsscheine für ausländische Aktien an der Frankfurter Börse anbieten. Mit dem Erlös möchte der Konzern vor allem den Ausbau seiner Produktion finanzieren.
Jinko plant, 1.000.519.986 Aktien in Form von Global Depositary Receipts (GDRs) in Frankfurt anzubieten. GDRs sind Hinterlegungsscheine für ausländische Aktien, jeder GDR repräsentiert zehn Jinko-Aktien. Der Preis soll 1,0 Yuan (0,13 Euro) pro GDR betragen.
Frisches Geld für den Ausbau der Produktion
Wie Jinko weiter mitteilte, will der Konzern auch ein Listing der GDRs an der Frankfurter Wertpapierbörse beantragen. Je nach Marktlage könne das Angebot noch angepasst werden, so das Unternehmen.
Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Maschinen, Module und Wechselrichter (Teil 1) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2). Eine aktuelle Einschätzung der Aktie von Jinko Solar finden Sie im Premium-Bereich.
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Jinko möchte mit der Maßnahme bis zu 4,5 Milliarden Yuan (583 Millionen Euro) einnehmen. Das Geld soll vor allem in den Ausbau der Produktion fließen. Dazu gehören der Bau einer Gigawatt-Modulfabrik in den USA sowie die zweite Phase des Baus einer Produktionsstätte in der chinesischen Provinz Shanxi mit einer Jahreskapazität von 14 Gigawatt. Ein Teil des Erlöses soll zudem als Betriebskapital oder zur Rückzahlung von Krediten verwendet werden.
Nach Angaben des Unternehmens müssen die Aktionäre den Plänen noch zustimmen. Zudem müssen die Börsen in Shanghai und Frankfurt sowie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde CSRC die Ausgabe der Hinterlegungsscheine genehmigen. Die GDRs werden voraussichtlich nicht mehr als 10 Prozent des gesamten Aktienkapitals von Jinko vor dem Angebot ausmachen.
Die Jinko-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 19,38 Euro (Stand: 22.10.2024, 10:38 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 6,5 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 25,3 Prozent an Wert eingebüßt.
Vorwürfe der Zwangsarbeit
Jinko ist der weltweit größte Hersteller von Solarzellen und Solarmodulen und leistet einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Ausbau der Photovoltaik. Allerdings wird dem Konzern vorgeworfen, in seiner Produktion Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter einzusetzen. Jinko weist dies zurück. Eine detaillierte Betrachtung des Falls finden Sie hier: Zwangsarbeit in China für Solarzellen? Die Hintergründe. Darüber hinaus sind Investments in der Parteidiktatur China aus nachhaltiger Sicht generell problematisch. Lesen Sie hierzu die ECOreporter-Analyse Können chinesische Aktien nachhaltige Geldanlagen sein?.
Die Jinko-Aktie hat sich zudem nicht gut entwickelt. Insbesondere in den letzten vier Jahren schwankte sie deutlich, seit Juli 2022 geht es für den Kurs insgesamt beständig abwärts. In den letzten drei Jahren gab er um rund 60 Prozent nach. Zudem plagen den Konzern chronisch niedrige Margen, in diesem Jahr wird Jinko vermutlich rote Zahlen schreiben. ECOreporter rät vom Einstieg in die Aktie ab.
Jinko Solar ADR: ISIN US47759T1007 / WKN A0Q87R