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KD-Bank: „Nein zu Waffeninvestments“
Anlässlich der Ostermärsche vom 2. bis 6. April bekräftigt die Dortmund Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) ihre konsequente Ablehnung von Kapitalinvestments in die Rüstungsindustrie. Angesichts des Krieges im Nahen Osten sieht sich die KD-Bank in ihrer Einschätzung bestärkt.
„Unser wohl prominentester Gründer, der Theologe Martin Niemöller, engagierte sich früh in der Friedensbewegung und nahm zum Beispiel im Jahr 1958 am ersten Ostermarsch in England teil. Diesem Erbe sehen wir uns bis heute verpflichtet“, sagt Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der KD-Bank. „Als kirchliche Investorin nutzen wir unsere Möglichkeiten, um uns aktiv gegen Krieg und Zerstörung zu stellen. Für uns gilt eindeutig: keine Beteiligung an Unternehmen der Waffen- und Rüstungsindustrie.“
Von Kriegsgewinnen profitieren?
Gerade in Zeiten steigender kriegerischer Auseinandersetzungen und dadurch wachsender Gewinne der Rüstungsbranche halte man an dieser Linie fest und stelle sich der Frage: Wollen wir als kirchliche Investoren wirklich von Kriegsgewinnen durch hohe Dividenden und Aktienkursgewinnen profitieren und an diesen Unternehmen beteiligt sein? „Eindeutig nein!”, sagt Bankchef Thiesler. Stattdessen setze die KD-Bank konsequent auf ethisch-nachhaltige Geldanlagen.
Die Bank nennt vier Gründe gegen Rüstungsinvestments:
- „Staatliche Verantwortung: Verteidigung ist Aufgabe des Staates – nicht der Finanzmärkte oder nachhaltiger Anlegerinnen und Anleger.
- Unkontrollierbare Verwendung: Waffen können in falsche Hände geraten und für Angriffskriege oder gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden.
- Schwere Folgen für Mensch und Umwelt: Rüstungsgüter verursachen Zerstörung, Leid und massive Umweltschäden – und stehen damit im Widerspruch zu ESG-Kriterien.
- Mangelnde Transparenz: Die Rüstungsbranche agiert häufig in intransparenten Strukturen, etwa über Auslandstöchter und komplexe Lieferketten.“
Rüstungsinvestments gefährden aus Sicht der KD-Bank zudem die Glaubwürdigkeit nachhaltiger Geldanlagen. „Wer nachhaltig investiert, erwartet klare ethische Maßstäbe. Diese würden durch Investitionen in Rüstung verwässert“, so Thiesler. Die KD-Bank richtet ihre Anlagepolitik am Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlage der Evangelischen Kirche in Deutschland aus – mit einem klaren Ausschluss der Rüstungsindustrie.
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