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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Keine Gebote bei Windkraftausschreibung – wird die deutsche Nordsee zu voll?
Bei der August-Ausschreibung für Windkraftanlagen auf See sind keine Gebote bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Ausgeschrieben waren zwei Flächen in der deutschen Nordsee mit einem Volumen von 2.000 beziehungsweise 500 Megawatt. Die Inbetriebnahme der Windparks hätte 2030/2031 erfolgen sollen.
Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), kommentiert die Ausschreibungsergebnisse: „Das erstmalige Ausbleiben von Geboten in einer Offshore-Wind-Ausschreibungsrunde sowie das bereits stark gesunkene Interesse an der Juni-Ausschreibung 2025 zeigen, dass die Risiken für Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben. Gründe dafür sind unter anderem gestiegene Projekt- und Kapitalkosten infolge von geopolitischen Spannungen und Lieferkettenengpässen sowie zunehmend schwer prognostizierbare Preis- und Mengenrisiken im Strommarkt.“
Funktioniert das rein marktbasiertes Modell nicht mehr?
In Folge der Risiken gerät das rein marktbasierte Ausbau-Modell auf Basis von langfristigen Stromabnahmeverträgen (Power Purchase Agreements, PPAs) nach Ansicht des BDEW an seine Grenzen. Es wird laut dem Verband nicht mehr ausreichen, um die Ausbauziele für Offshore-Wind in den kommenden Jahren vollständig zu erreichen und gleichzeitig die Investitionssicherheit und Akteursvielfalt zu erhalten.
Aufgrund der dichten Bebauung kommt es mittlerweile außerdem zu zunehmenden Verschattungseffekten zwischen und innerhalb von Offshore-Windparks in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Verschattungseffekte bedeuten, dass Windturbinen im Windschatten anderer Turbinen stehen und dadurch weniger Wind abbekommen. Der BDEW spricht sich deshalb auch für die Reduktion der Leistungsdichte in der deutschen AWZ aus.
Wie sind die Perspektiven für Orsted?
Auch der dänische Energiekonzern Ørsted hat sich intensiv mit dem Problem von zu vielen (geplanten) Windrädern beschäftigt. Wie ECOreporter die Ørsted-Aktie einschätzt, erfahren Sie hier.
Ørsted A/S: ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH
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