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KI-Boom: TSMC übertrifft beim Umsatz Erwartungen
Der taiwanesische Chip-Auftragshersteller TSMC hat im dritten Quartal 2024 seinen Umsatz erneut deutlich gesteigert und die Erwartungen am Markt übertroffen. Das könnte auch ein gutes Zeichen für das weltweite Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) sein.
TSMC erzielte im dritten Quartal 2024 einen Umsatz von 760 Milliarden New Taiwan Dollar (rund 23,6 Milliarden US-Dollar), ein Anstieg von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt eine Steigerung um 37 Prozent erwartet. Der Konzern dürfte damit auch die Sorge dämpfen, dass sich die Nachfrage nach KI-Chips abkühlen könnte.
TSMC produziert die modernsten KI-Chips
Zwischen Januar und September 2024 steigerte TSMC den Umsatz im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2023 um knapp 32 Prozent auf 2 Billionen NT-Dollar. Seine vollständigen Zahlen für das letzte Quartal will TSMC am 17. Oktober veröffentlichen.
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TSMC produziert die aktuell modernsten Halbleiter für das Trainieren von KI-Modellen, insbesondere im Auftrag des US-Chipentwicklers Nvidia, der den Markt dominiert. Zuletzt hatten kritische Analysen hinterfragt, ob die aktuellen Einnahmemöglichkeiten aus KI die Investitionswelle in die Technologie rechtfertigen. ECOreporter berichtete hier. Auch hatten Produktionsprobleme bei Nvidias Blackwell-Chips, den KI-Chips der nächsten Generation, den Markt verunsichert.
Im Tradegate-Handel notierte die TSMC-Aktie am Mittwochnachmittag 1,1 Prozent im Minus zum Vortag und kostete 167,80 Euro (Stand: 9.10.2024, 16:09 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 10,1 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 99,3 Prozent an Wert gewonnen.
TSMC steht wirtschaftlich sehr gut da, das Unternehmen hat bei der Auftragsfertigung von Halbleitern einen Weltmarktanteil von etwa 60 Prozent. In den nächsten Jahren will der Konzern mehrere neue Fabriken bauen. Neben Taiwan, Japan und den USA auch in Dresden, wo TSMC zusammen mit Infineon, Bosch und dem niederländischen Unternehmen NXP vor allem Halbleiter für die Automobilindustrie herstellen möchte. Im August begannen die Bauarbeiten.
Das größte Risiko für TSMC ist politischer Natur. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz; die USA befürchten, dass das Regime in Peking versuchen wird, Taiwan innerhalb der nächsten drei Jahre zu annektieren. ECOreporter sieht die TSMC-Aktie daher weiterhin nur als ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger. Zu teuer ist die Aktie nicht: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt bei vertretbaren 24, für 2025 bei 18. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 ist mit 1,5 Prozent für einen Tech-Konzern ordentlich.
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Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800