Maersk profitiert von blockierten Transportwegen und einer hohen Nachfrage. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Maersk übertrifft eigene Gewinnerwartung – 10 % Dividendenrendite

Der dänische Frachtkonzern Moller-Maersk hat seinen Gewinn 2024 überraschend noch stärker gesteigert als erwartet. Nun will die Reederei eigene Aktien zurückkaufen. Auch 2025 erwartet Maersk weiteres Wachstum am Containermarkt.

Vor Zinsen und Steuern (EBIT) meldete Maersk für 2024 ein Ergebnis von 6,5 Milliarden US-Dollar, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Nettogewinn lag bei 6,1 Milliarden Dollar, ein Plus von 60 Prozent zu 2023. Damit übertraf der Konzern die eigene Prognose. Zuletzt hatte Maersk ein EBIT von 5,2 bis 5,7 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Containermarkt soll weiter wachsen

Maersk hatte seinen Ausblick 2024 viermal erhöht, der Konzern profitiert von wieder gestiegenen Frachtraten, seit Huthi-Rebellen den Schiffsverkehr durchs Rote Meer weitestgehend zum Erliegen gebracht haben. Das erfordert Umwege, die zu Staus und Verzögerungen führen.

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Seinen Umsatz steigerte Maersk im letzten Jahr um knapp 9 Prozent auf 55,5 Milliarden Dollar. Allein im vierten Quartal wuchsen die Einnahmen um fast ein Viertel. Für Maersk war es das beste Jahr seit Ende der Corona-Epidemie, als blockierte Lieferwege Maersks Gewinne immer weiter stiegen ließen, weil der Konzern Rekordgebühren verlangen konnte.

Für das laufende Jahr prognostiziert das Unternehmen ein Wachstum des globalen Containermarktes um etwa 4 Prozent – trotz des sich verschärfenden Handelskrieges zwischen den USA und China. Im Vorjahr war der Markt um 6 Prozent gewachsen. Laut Maersk ist die Nachfrage bei Verbrauchern weiter hoch, deswegen werden mehr Waren transportiert.

Für das eigene Unternehmen erwartet das Maersk-Management im laufenden Jahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 6 und 9 Milliarden Dollar. Damit läge das Ergebnis deutlich niedriger als 2024 mit 12 Milliarden Dollar.

Für 2024 will Maersk eine Dividende von 155 Dollar (149 Euro) pro Aktie ausschütten, nach 74 Dollar für 2023. Die neue Ausschüttung entspricht beim derzeitigen Börsenkurs einer Dividendenrendite von 10 Prozent. Maersk kündigte außerdem an, für 2 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückzukaufen.

Im Tradegate-Handel ist die Aktie aktuell 1,1 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 1.510,00 Euro (Stand: 7.2.2025, 9:13 Uhr). Im Monatsvergleich ist der Kurs 5,9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat er 6,8 Prozent eingebüßt.

Neue Schifffahrtsallianz gestartet

Am 1. Februar haben Maersk und die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd ihre Schifffahrtsallianz Gemini gestartet. Die Unternehmen bleiben dabei wirtschaftlich eigenständig und verfügen künftig über eine Flotte von zusammen 340 Schiffen mit einer Kapazität von 3,7 Millionen Standardcontainern (Twenty-foot Equivalent Unit; TEU).

Zwar sind die gestiegenen Frachtraten für Maersk positiv. Allerdings hatte der Konzern die Preise ursprünglich auch auf sehr niedrigem Niveau erwartet. Anfang 2024 hatte Maersk für das Jahr sogar einen Nettoverlust für möglich gehalten. Analysten der Finanzagentur Bloomberg befürchteten zuletzt eine Überkapazität auf dem Containermarkt, sobald die Krise im Roten Meer überwunden ist.

ECOreporter schätzt die Maersk-Aktie weiterhin als mögliches Investment für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger ein. Diese müssen aber einen langen Atem mitbringen und dürfen kein Problem mit höheren Kursschwankungen haben. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 liegt bei vertretbaren 18. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 beträgt 2,3 Prozent.

A.P. Moller-Maersk A/S Class A: 

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