Der Nvidia-Kurs hat einen weiteren Weltrekord aufgestellt. / Foto: Nvidia

  Nachhaltige Aktien

Nvidia erreicht als erstes Unternehmen Börsenwert von 5 Billionen Dollar

Der US-Chipentwickler Nvidia hat als erstes Unternehmen der Welt an der Börse eine Bewertung von mehr als 5 Billionen Dollar erreicht. Konzernchef Jensen Huang hält die Bewertung für gerechtfertigt. Kann sich ein Einstieg in die Aktie jetzt noch lohnen?

Die Nvidia-Aktie schloss an der Heimatbörse Nasdaq am Mittwoch 3 Prozent im Plus zum Vortag bei einem Preis von 207,04 US-Dollar. Damit knackte der Konzern bei der Bewertung die Marke von 5 Billionen Dollar. Der Chipentwickler ist damit nun das wertvollste Unternehmen aller Zeiten.

Der Börsenkurs wurde durch geschäftliche und politische Nachrichten getrieben. So hatte der Konzern am Dienstag erklärt, dass die Produktion seiner Blackwell-Chips durch den taiwanischen Hersteller TSMC nun auch in den USA voll angelaufen sei. Zuvor war Nvidias modernster Halbleiter für Künstliche Intelligenz (KI) nur in Taiwan gefertigt worden. Das Unternehmen erwartet durch Blackwell und den bereits angekündigten Nachfolger Rubin in den nächsten Jahren Einnahmen von 500 Milliarden Dollar.

Nvidia-Chef sieht keine Blase

Neuigkeiten gibt es auch zu Nvidias neuem Geschäft mit autonomem Fahren: Der Fahrdienst-Vermittler Uber erklärte in einer Mitteilung gemeinsam mit dem Chip-Konzern, 100.000 Robotaxis mit Nvidia-Hardware anschaffen zu wollen. In welchem Zeitraum das geschehen soll, sagten die US-Unternehmen aber nicht.

Nvidia hat außerdem angekündigt, als neuen Geschäftszweig künftig Autocomputer für verschiedene Hersteller anbieten zu wollen. Erste Modelle sollen ab 2027 verfügbar sein.

Gleichzeitig macht Analysten Hoffnung, dass US-Präsident Donald Trump aktuell in China unterwegs ist. Dort will er sich mit Chinas Machthaber Xi Jinping auch über Handelsbeschränkungen für Blackwell-Chips unterhalten.

Die USA beschränken die Ausfuhren von modernen Technologien nach China, insbesondere von KI-Halbleitern. Aktuell verkauft Nvidia in der Volksrepublik eine gedrosselte Version seiner Chips, fürchtet aber, dass Verschärfungen der Exportregeln auch das beenden könnten. Beobachter hoffen nun stattdessen auf Handelserleichterungen und zusätzliche Einnahmen für Nvidia.

Nvidia-Chef Jensen Huang erklärte angesichts der Rekordbewertung, er sähe keine Anzeichen für eine Blase im KI-Sektor. Im Gegenteil. KI-Modelle seien mittlerweile so gut, dass Unternehmen bereit seien, dafür Geld auszugeben. Das würde die aktuell enormen Investitionen in Rechenzentren rechtfertigen und neue Werte schaffen. Für Nvidia würde das wiederum einen Anstieg bei der Chip-Nachfrage bedeuten – die erwarteten Umsätze mit Blackwell und Rubin rechtfertigten die aktuelle Bewertung des Konzerns.

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