Nvidia kann mit der Massenfertigung seines KI-Chips Blackwell starten. / Foto: Nvidia

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Nvidia: Designfehler bei neuem KI-Chip "Blackwell" behoben

Der US-Chipentwickler Nvidia will mit dem neuen Halbleitermodell Blackwell seine Vormachtstellung auf dem Markt für Künstliche Intelligenz (KI) sichern. Doch bisher hatte ein Designfehler die Produktion behindert. Dieser ist laut Nividia nun aber behoben.

Nvidia hatte den neuen KI-Chip Blackwell im März dieses Jahres vorgestellt. Bisher konnten dieser allerdings nur in Kleinserien produziert werden. Nach Korrektur des Fehlers soll nun die Massenfertigung hochgefahren werden, wie Nvidia-Chef Jensen Huang in dieser Woche erklärte. Die Kunden Microsoft und OpenAI erklärten, die ersten Blackwell-Modelle Anfang des Monats erhalten zu haben.

Problem dank TSMC behoben

Im August hatte es erste Berichte über Probleme beim Blackwell-Design gegeben, in seinem Bericht zum zweiten Quartal 2024/25 hatte der Konzern dann Verzögerungen bei der Produktion eingeräumt. Trotzdem soll der Zeitplan eingehalten werden, womit die Auslieferungen im großen Stil im vierten Quartal 2024/25 beginnen sollen.

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Behoben wurde der Fehler nun dank des taiwanesischen Auftragsfertigers TSMC, der die Chips für Nvidia produziert. "Wir hatten einen Designfehler bei Blackwell", erklärte Huang gestern. "Es funktionierte zwar, aber der Designfehler führte zu einer geringeren Ausbeute. Es war zu 100 Prozent Nvidias Schuld." Spannungen zwischen Nvidia und TSMC aufgrund niedriger Chipausbeute bei der Fertigung bezeichnete Huang als "Fake News".

Schuld an dem Problem waren offenbar zu dicht gepackte Transistoren. Das sind die Schaltkreise, durch die der Chip logische Operationen und Berechnungen durchführen kann. Sieben verschiedene Chiptypen mussten laut Nvidia-Chef Huang nun von Grund auf neu entwickelt und gleichzeitig in die Produktion gebracht werden. TSMC habe geholfen "diese Schwierigkeiten bei der Chipausbeute zu überwinden und die Produktion von Blackwell in unglaublichem Tempo wieder aufzunehmen."

Die Nvidia-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 0,4 Prozent im Plus zum Vortag bei 130,06 Euro (Stand: 25.10.2024, 12:35 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 17,6 Prozent an Wert gewonnen, auf Jahressicht ist der Kurs um 229,1 Prozent gestiegen.

Nvidia-Aktie ist überhitzt

Dank der Kursgewinne im Zuge des KI-Booms ist Nvidia knapp hinter Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist mit 117 allerdings sehr hoch. Gleichzeitig steigen die Risiken für Kursrücksetzer. So gibt es etwa erste Zweifel, wie viel Geld sich mit KI aktuell tatsächlich verdienen lässt. Anfang September 2024 verlor die Nvidia-Aktie plötzlich an einem einzigen Tag rund 10 Prozent – das waren ungefähr 300 Milliarden US-Dollar Börsenwert.

In den USA und Frankreich gibt es wegen Nividias Marktmacht inzwischen Kartellermittlungen, bislang ohne konkrete Ergebnisse. Zudem steigt der Konkurrenzdruck durch andere Chipentwickler. Das größte Risiko für Nvidia liegt aber in der Abhängigkeit von TSMC, das Nividias Chips produziert. Falls China wie angedroht in Taiwan einmarschiert, kann die Lieferkette reißen.

Damit die Aktie für einen Neueinstieg wieder interessant wird, müsste der Kurs noch einmal deutlich abrutschen. Wer hier bereits investiert hat, kann Gewinne sichern, indem er einen Teil der Aktien verkauft.

Nvidia Corp.: ISIN US67066G1040 / WKN 918422

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