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Nvidia mit Rekordergebnis – Sorge um weitere Exportbeschränkungen
Der US-Chipentwickler Nvidia hat einmal mehr ein Rekordergebnis abgeliefert. Auch die Prognose für das laufende Quartal liegt über den Markterwartungen. Dennoch gibt die Aktie des Konzerns nach.
Nvidia erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 (Februar bis Januar) einen Umsatz von rund 130,5 Milliarden US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 78 Prozent auf 39,3 Milliarden Dollar.
Sorge um politische Einschränkungen
Der Gewinn des Konzerns zog sogar noch kräftiger an. Das Nettoergebnis für das Gesamtjahr kletterte um 145 Prozent auf 72,8 Milliarden Dollar. Im letzten Jahresviertel bedeutete ein Gewinn von 22 Milliarden Dollar ein Plus von 80 Prozent gegenüber 2023/24.
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Für das laufende erste Quartal seines Geschäftsjahres 2025/26 erwartet Nvidia einen Umsatz von 43 Milliarden Dollar. Damit liegt der Ausblick laut der Nachrichtenagentur Reuters über den durchschnittlichen Analystenprognosen von 42 Millionen Dollar.
Nvidia verdankt seinen Erfolg dem Verkauf der aktuell leistungsstärksten Prozessoren für Anwendungen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Derzeit ist der Konzern dabei, eine leistungsstärkere neue Generation seiner KI-Chips namens Blackwell auf den Markt zu bringen. Technische Probleme, die die Einführung verzögert hatten, sollen mittlerweile behoben sein.
Im Januar war die Nvidia-Aktie allerdings eingebrochen, nachdem das chinesischen Startup DeepSeek einen KI-Assistenten vorgestellt hatte. ECOreporter berichtet hier. Dieser Assistent kann offenbar mit westlichen Modellen wie ChatGPT konkurrieren, kommt dabei aber vermutlich mit leistungsschwächeren Chips aus. Die Nvidia-Aktie büßte am 27. Januar 600 Milliarden Dollar an Börsenwert ein, der größte Tagesverlust in der Geschichte der Wall Street.
Konzernchef Jensen Huang bezeichnete DeepSeek bei der Präsentation der aktuellen Zahlen nun als "fantastisch für Nvidia". Dass die DeepSeek-Technologie allgemein verfügbar sei, treibe den Bedarf an Nvidia-Chips an, erklärte der Manager gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC.
Zuletzt hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass in China wegen DeepSeek die Nachfrage nach Nvidias H20-Chips deutlich gestiegen sein soll. Die H20-Chips sind eine in der Leistung gedrosselte Halbleitervariante, die Nvidia aufgrund der US-Exportbeschränkungen für den chinesischen Markt entwickelt hat.
Trotz der Rekordzahlen und des optimistischen Ausblicks ist die Nvidia-Aktie im Tradegate-Handel aktuell 0,4 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 124,96 Euro (Stand: 27.2.2025, 9:18 Uhr). Laut Reuters wächst bei Analysten die Sorge, dass die USA den Verkauf von Mikrochips nach China noch stärker einschränken könnten. Die Vereinigten Staaten wollen verhindern, dass China in den Besitz moderner KI-Technologie kommt, um diese etwa für militärische Zwecke nutzen zu können.
Deutlich überhitzter Kurs
In den letzten Wochen schwankte die Nvidia-Aktie unter dem Eindruck des DeepSeek-Schocks, hat die Verluste aus dem Januar aber teilweise schon wieder aufgeholt. Auf Monatssicht ist die Aktie 5,5 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 72,8 Prozent an Wert gewonnen. Seit 2022 hat sich der Kurs im Zuge des KI-Hypes rund verzehnfacht.
An der Börse wächst jedoch die Sorge, die Wachstumserwartungen an die KI-Branche könnten möglicherweise überzogen sein. Vorfälle wie der DeepSeek-bedingte Absturz zeigen, wie nervös der Markt ist. Gleichzeitig sind die Erwartungen von Analysten mittlerweile so hoch, dass selbst Rekordzahlen kaum zufriedenstellen können.
Die Nvidia-Aktie ist nach ihrem rasanten Aufstieg in den letzten Jahren mittlerweile überhitzt. Trotz der enormen Gewinne liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 bei hohen 30. Bei Aktien mit sehr guten Wachstumsaussichten kann das ein vertretbarer Wert sein, bei Nvidia sind aber schon seit einiger Zeit Rücksetzer wahrscheinlicher als neue Rekordhöhen. Auf dem aktuellen Niveau rät ECOreporter vom Einstieg in die Nvidia-Aktie ab.
Nvidia Corp.: ISIN US67066G1040 / WKN 918422
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09.03.26
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