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Nvidia wieder wertvollster Konzern der Welt – darum steigt die Aktie
Der US-Chipentwickler Nvidia ist wieder zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen – ohne dass der Konzern wichtige Neuigkeiten zu vermelden hätte. Doch Analysten sehen dank Künstlicher Intelligenz (KI) ein hohes Kurspotenzial. Wie schätzt ECOreporter die Nvidia-Aktie ein?
Mit einem Börsenwert von etwa 3,8 Billionen Dollar hat Nvidia laut Daten des britischen Finanzdienstes LSEG den US-Softwarekonzern Microsoft als weltweit teuerstes Unternehmen abgelöst. Nvidia, Microsoft und der iPhone-Hersteller Apple sind bei der Marktkapitalisierung weltweit die klare Spitze und haben sich beim Titel der am höchsten bewerteten Aktiengesellschaft in der jüngeren Vergangenheit immer wieder gegenseitig abgelöst.
Hoffnung auf neue KI-Generation und Robotik
Treiber der Entwicklung ist vor allem bei Nvidia der KI-Hype. Nvidia liefert die Grafikprozessoren (GPU), die für KI-Modelle benötigt werden, und beherrscht in Kombination mit einer Entwicklersoftware nach Schätzungen rund 80 Prozent des Marktes.
Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers zu nachhaltigen Chip-Aktien und zu nachhaltigen KI-Aktien.
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Trotz der großen Marktanteile war die Nvidia-Aktie allerdings zwischen Januar und Anfang April dieses Jahres um 43 Prozent eingebrochen. Im Januar hatte das chinesische Start-up DeepSeek einen KI-Assistenten vorgestellt, der offenbar mit westlichen Systemen mithalten kann, dabei aber weniger leistungsstarke Chips verwendet. Zudem wächst auch die Konkurrenz durch westliche Hersteller, die eigene Chips entwickeln. Analysten sorgten sich, dass GPUs generell günstiger werden könnten und Nvidia sein enormes Wachstumstempo der letzten Jahre nicht würde aufrechterhalten können.
Diese Sorge scheint zunehmend verflogen, in den vergangenen Wochen erhöhten mehrere Analysten ihre Gewinnprognosen für den Konzern. Einerseits verkauften sich Nvidias neue Blackwell-Chips im ersten Quartal sehr gut. Andererseits setzen Marktbeobachter und auch Nvidia selbst darauf, dass neue Technologien den Absatz weiter ankurbeln.
Ein wesentlicher Hoffnungsträger ist das Geschäft mit sogenannter generativer Künstlicher Intelligenz (Gen-KI). Gen-KI wertet nicht nur vorhandene Daten aus, sondern kann auch neue Inhalte erstellen. Nvidia will außerdem im Bereich Robotik aktiver werden, Konzernchef Jensen Huang sieht hier zusammen mit KI die größte Wachstumschance der nächsten Jahre.
Überhitzte Aktie und viele Unsicherheiten
Seit dem Jahrestief im April hat sich die Aktie mittlerweile wieder um 54 Prozent erholt. Aktuell notiert sie im Tradegate-Handel 0,6 Prozent im Plus zum Vortag bei 133,18 Euro (Stand: 26.6.2025, 12:52 Uhr). In den letzten fünf Jahren ist der Kurs um 1.471 Prozent gestiegen.
ECOreporter bleibt bei der Nvidia-Aktie skeptisch. Der Einbruch im Januar zeigt, wie schnell es für das völlig überhitzte Papier abwärts gehen kann. Dem Konzern fällt es trotz seines enormen Erfolgs immer schwerer, die überzogenen Erwartungen der Analysten zu erfüllen – und diese steigen nun weiter. Auf Dauer wird das Unternehmen möglicherweise nicht mit den Fantasien der Profi-Investoren mithalten können.
Hinzu kommen Fragezeichen für das wichtige China-Geschäft. Nvidia muss nach der weiteren Verschärfung der US-Exportbestimmungen erneut neue Chips entwickeln, um weiter in der Volksrepublik aktiv bleiben zu können. Der Konzern erwartet deshalb Milliardenkosten.
Nvidia Corp.: ISIN US67066G1040 / WKN 918422
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09.03.26
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