Ørsted baut den Windpark Gode Wind 3 nun gemeinsam mit einem langjährigen Partner. / Foto: Ørsted

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Orsted verkauft Hälfte des Offshore-Windparks Gode Wind 3

Der dänische Energieversorger Ørsted hat eine Vereinbarung zur Veräußerung von 50 Prozent seines Offshore-Windparks Gode Wind 3 in der deutschen Nordsee unterzeichnet. Käufer ist der britische Vermögensverwalter Glennmont Partners, der bereits Anteile an anderen Ørsted-Projekten besitzt.

Glennmont bezahlt für seine Hälfte des Windparks 3,5 Milliarden Dänische Kronen (473 Millionen Euro). Hinzu kommt die Verpflichtung, 50 Prozent des Baus von Gode Wind 3 zu finanzieren. Der Windpark soll im Jahr 2024 in Betrieb gehen.

Offshore-Windparks sind aktuell ein schwieriges Geschäft

Gode Wind 3 hat eine geplante Leistung von 253 Megawatt (MW) und besteht aus zwei separaten Projekten mit einem gewichteten durchschnittlichen Einspeisetarif von 81 Euro pro Megawattstunde (MWh). Der Park wird aktuell zusammen mit dem Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 gebaut, den Ørsted und Glennmont je zur Hälfte besitzen. Darüber hinaus ist Glennmont auch Miteigentümer des Parks Gode Wind 1 von Ørsted.

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"Wir verzeichnen weiterhin ein starkes Interesse von Investoren an Offshore-Windparks und freuen uns sehr, Glennmont erneut als Miteigentümer eines unserer deutschen Offshore-Windparks begrüßen zu dürfen“, sagt Ørsted-Europachef Peter Obling. Die Transaktion wird voraussichtlich in den kommenden Monaten abgeschlossen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.

Die Ørsted-Aktie ist im Tradegate-Handel heute 1,1 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 43,44 Euro (Stand: 18.10.2023, 10:27 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 22,4 Prozent eingebüßt, im Jahresvergleich ist sie 46,6 Prozent im Minus.

Ørsted leidet bereits seit geraumer Zeit wie die gesamte Windkraftbranche unter Beschaffungsproblemen, steigenden Kosten und höheren Kreditzinsen. In den USA droht aktuell ein milliardenschweres Offshore-Projekt zu platzen. Im ersten Halbjahr 2023 hat Ørsted wie erwartet weniger Geld verdient und einen geringeren Umsatz erzielt. Die Aktie des Konzerns notiert mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit 2017.

ECOreporter schätzt die langfristigen Perspektiven des Konzerns dennoch als weiterhin grundsätzlich gut ein. Ørsted ist Weltmarktführer bei Offshore-Windparks, auch bei Solarenergie, Stromspeichern, CO2-Lagerung (Carbon Capture & Storage, CCS) und grünem Methanol baut der Konzern seine Aktivitäten weiter aus.

Langer Anlagehorizont gefragt

Der Materialmangel in der Windkraftbranche dürfte das Unternehmen allerdings noch längere Zeit vor Herausforderungen stellen und erhöht für Anlegerinnen und Anleger das Investitionsrisiko.Vor diesem Hintergrund ist die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18 für 2023 noch immer kein Schnäppchen, allerdings vertretbar bewertet. Wer jetzt einsteigt, sollte einen langen Investitionshorizont mitbringen und unruhige Kursverläufe aushalten können. Die erwartete Dividendenrendite für 2023 liegt bei guten 4,4 Prozent.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Ørsted A/S:  ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH

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