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Pfad durch den Irrgarten: Was Nachhaltigkeitsbegriffe in ETF-Namen wirklich bedeuten
Kann man am Namen eines ETFs erkennen, wie nachhaltig er ist? ECOreporter erklärt, was Begriffe wie ESG, PAB, Sustainable oder Screened wirklich über die Nachhaltigkeit eines ETFs aussagen – und was nicht.
ESG: Viele ETFs tragen dieses Kürzel im Namen. ESG steht für Environmental, Social, Governance. Also Ökologie, Soziales, gute Unternehmensführung. Umwelt und sozial erscheinen recht klar, gute Unternehmensführung meint beispielsweise ohne Korruption, divers und mit einem ausgewogenen Anteil von Frauen in Führungspositionen.
Regeln für "Begriffe mit Nachhaltigkeitsbezug"
Nun könnte man vermuten, dass ein ETF mit dem Kürzel ESG im Namen besonders umweltfreundlich, sozial und mit besonderem Auge für vorbildliche Unternehmensführung investiert. Das muss aber nicht sein. In einem ESG-ETF kann man auf Öl- und Gasgeschäfte stoßen, auf Unternehmen, die Betriebsräte verbieten, und auf Konzerne, die im großen Stil Steuervermeidung betreiben. Und trotzdem ist das alles legal.
Denn mittlerweile gibt es zwar Regeln dafür, welche Bedingungen ein ETF erfüllen muss, wenn er ein "ESG" im Namen tragen will. Doch einzuhalten sind nur Mindeststandards. Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) hat dafür Leitlinien entwickelt. Diese gelten seit 2024 für neue Fonds und ETFs und seit Mai 2025 auch für bestehende Produkte.
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