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Reederei Maersk kauft Eisenbahngesellschaft am Panamakanal
Der dänische Logistikkonzern A.P. Moller-Maersk hat laut Berichten die Panamakanal-Eisenbahngesellschaft Panama Canal Railway gekauft. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, den Kanal unter Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen zu wollen.
Die Eisenbahnstrecke verläuft parallel zum Kanal zwischen der Atlantik- und der Pazifikküste. Sie bietet eine alternative Transportmöglichkeit für Container und wird insbesondere bei niedrigem Wasserstand im Kanal genutzt. Bislang gehörte Panama Canal Railway der kanadischen Bahngesellschaft Canadian Pacific Kansas City und dem US-Mischkonzern Lanco Group.
Trump will "Rückgewinnung" des Kanals
Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Kapazitäten der Bahnstrecke sind zwar sehr viel geringer als die von Schiffen, die den Kanal benutzen. Zuletzt gab es laut einem Bericht der "Financial Times" aber vermehrt Trockenperioden, in denen der Zugverkehr an Bedeutung gewann.
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Der Panamakanal ist eines der Lieblingsthemen von Donald Trump. In den letzten Monaten hatte er immer wieder die Lüge verbreitet, der durch das Land Panama kontrollierte Kanal werde von China betrieben. Das sei eine Gefahr für die USA. Trump hatte eine "Rückgewinnung" des Kanals angekündigt und dabei auch explizit militärische Mittel ins Spiel gebracht.
Anfang März hatte eine durch den US-Finanzkonzern BlackRock geführte Investorengruppe angekündigt, dem Hongkonger Konzern CK Hutchison für rund 14 Milliarden US-Dollar die Mehrheit an zwei Häfen des Kanals abzukaufen. Teil der Gruppe ist die Mediterranean Shipping Company (MSC) mit Sitz in der Schweiz, der größte Konkurrent von Maersk.
Das Geschäft erfolgte wohl auf Druck Panamas, das sich durch Trump in Bedrängnis sieht. Abgeschlossen ist es noch nicht, laut "Spiegel" regt sich in China Widerstand gegen die Transaktion.
Die Eisenbahngesellschaft sei eine bedeutende Gelegenheit, den weltweiten Kunden noch mehr Dienstleistungen anzubieten, erklärte der Vorstandschef von Maersks Hafengeschäft APM Terminals, Keith Svendsen, gegenüber der "Financial Times". Maersk will unabhängiger vom Schiffsbetrieb werden und baut deshalb sein Logistikgeschäft an Land aus.
Zölle sorgen für Unsicherheiten
Die Maersk-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 7,3 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 1.454,00 Euro (Stand: 3.4.2025, 11:20 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 10,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich stieg der Kurs um 23,5 Prozent.
Maersk hatte zuletzt erklärt, man erwarte, auch im weiteren Jahresverlauf von einer robusten US-Nachfrage zu profitieren. Allerdings hatte Maersk diesen Marktausblick vor dem US-Zollschock vom gestrigen Mittwoch veröffentlicht. Die neuen Zölle schaffen erhebliche Unsicherheiten, gerade für einen Logistikkonzern.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 ist mit 20 vor diesem Hintergrund nicht niedrig. ECOreporter rät defensiven Anlegerinnen und Anlegern aktuell, die weitere politische Entwicklung abzuwarten.
A.P. Moller-Maersk A/S Class A: ISIN DK0010244425 / WKN 861929