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BYD ruft rund 100.000 Autos wegen Brandgefahr zurück
Der chinesische Elektrofahrzeugbauer BYD ruft auf seinem Heimatmarkt 96.714 Elektrofahrzeuge aus zwei Modellreihen zurück. Die Aktie des Konzerns zeigt sich davon allerdings unbeeindruckt.
Wie BYD den Behörden mitteilte, ist der Grund für den Rückruf ein Produktionsfehler bei einem Lenkungssteuergerät, der eine potenzielle Brandgefahr darstellt. Betroffen von dem Rückruf sind die Modelle Dolphin und Yuan Plus, die zwischen November 2022 und Dezember 2023 in China produziert wurden.
Konjunkturpaket treibt BYD-Aktie
Dolphin und Yuan Plus waren 2023 die beiden meistverkauften Modelle von BYD. Nach Daten des Branchenverbands China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) machten sie rund 26 Prozent aller verkauften Fahrzeuge in China aus.
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BYD hatte den Fahrzeugabsatz zuletzt weiter steigern können. Im August verkaufte das Unternehmen 373.083 Autos, ein deutliches Plus zum Vorjahr mit 274.386 Fahrzeugen. Auch der Vormonat mit 342.383 verkauften Fahrzeugen wurde übertroffen.
Die BYD-Aktie setzte ihren jüngsten Anstieg trotz des Rückrufs fort. Die chinesische Zentralbank hatte am vergangenen Dienstag ein weitreichendes Konjunkturpaket angekündigt, um die Wirtschaft des Landes anzukurbeln. Seitdem geht es für den BYD-Kurs steil aufwärts, die Aktie gewann innerhalb einer Woche 14 Prozent an Wert. Aktuell kostet sie im Tradegate-Handel praktisch unverändert um Vortag 31,99 Euro (Stand: 1.10.2024, 9:24 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 17,3 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 9,5 Prozent an Wert gewonnen.
BYD hat große Wachstumschancen, doch es bleiben politische Risiken: Wie alle chinesischen Firmen ist BYD abhängig von Entscheidungen der Regierung in Peking. Das ist auch bei der Nachhaltigkeit ein Problem. Lesen Sie dazu den ECOreporter-Kommentar Können chinesische Aktien nachhaltige Geldanlagen sein?.
Zudem bleibt BYD trotz seiner ehrgeizigen internationalen Expansionspläne vorerst abhängig vom chinesischen Heimatmarkt – im größten Automarkt der Welt ist der Konzern der meistverkaufte Hersteller. Bei der internationalen Expansion, bei der BYD vor allem Europa im Visier hat, drohen derweilStrafzölle zum Problem für das Unternehmen zu werden.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist mit 17 moderat. BYD ist nach Einschätzung von ECOreporter aber kein Investment für defensive Anlegerinnen und Anleger.
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BYD Company Limited: ISIN CNE100000296 / WKN A0M4W9