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SFC Energy erhält Millionenauftrag der indischen Armee
Der Brennstoffzellenhersteller SFC Energy hat von seinem strategischen Partner FC TecNrgy aus Indien einen weiteren Großauftrag erhalten. Das bayrische Unternehmen soll Brennstoffzellen für die indischen Streitkräfte liefern.
Der Gesamtauftragswert beträgt laut SFC rund 4 Millionen Euro und folgt auf vorherige Großaufträge aus dem Jahr 2023 mit einem Gesamtvolumen von über 33 Millionen Euro. Die Methanol-Brennstoffzellen sollen im SFC-Werk in Indien produziert werden.
Indien will weniger Dieselgeneratoren
Bei den indischen Streitkräften sind laut Unternehmen bereits mehrere Modelle von SFC-Brennstoffzellen im Einsatz. Die Armee verwendet diese demnach, um etwa Sensoren, Überwachungs- und Kommunikationssysteme mit Energie zu versorgen. Die Brennstoffzellen sind auf den Einsatz in abgelegenen Regionen, großen Höhen und extremen klimatischen Bedingungen ausgelegt.
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Durch einen geringen Methanolverbrauch werde der logistische Aufwand für die Treibstoffversorgung "erheblich reduziert", so SFC in einer Mitteilung. Die indische Regierung verfolgt demnach das Ziel, umweltschädliche Dieselgeneratoren durch CO₂-neutrale Energielösungen zu ersetzen.
"Unsere Präsenz in Indien wächst rasant", erklärt SFC-Chef Peter Podesser. "Die Partnerschaft mit FCTec und die Gründung von SFC India haben sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Dieser Auftrag bestätigt die wachsende Nachfrage nach unseren Brennstoffzellenlösungen und unsere enge Zusammenarbeit mit der indischen Regierung."
Dank des indischen Werks kann SFC von der "Make in India"-Initiative profitieren, mit der das Land die lokale Fertigung und Technologiepartnerschaften fördert. Der neue Auftrag unterstreiche "das Wachstumspotenzial von SFC im asiatischen Markt und die Bedeutung von nachhaltigen, emissionsfreien Stromversorgungslösungen für militärische Anwendungen".
Die SFC-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,9 Prozent im Minus zum Freitag und notiert bei 17,32 Euro (Stand: 17.2.2025, 10:22 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 5 Prozent an Wert gewonnen, auf Jahressicht gab sie um 5,6 Prozent nach.
Aktie bleibt riskant
SFC hat mit seiner Technologie erfolgreich eine Nische besetzt. Anders als ein Großteil der Wasserstoffunternehmen weltweit schafft es der Konzern, profitabel zu arbeiten, die Gewinne steigen. Für das abgeschlossene, aber noch nicht abgerechnete Geschäftsjahr 2024 erhöhte der Konzern im November seine Prognose. Nach Einschätzung von ECOreporter ist die Aktie für Anlegerinnen und Anleger mit erhöhtem Risikobewusstsein eine interessante Option, das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei noch moderaten 20.
Für defensive Investoren eignet sich die Aktie aber weiter eher nicht. Der Kurs schwankt immer wieder, trotz der geschäftlichen Erfolge von SFC bleibt die Wasserstoffbranche insgesamt ein riskanter Sektor. Zudem können sich nachhaltige Anlegerinnen und Anleger natürlich am Militärgeschäft des Unternehmens stören. Auch die Öl- und Gasindustrie gehört zu den Kunden von SFC. Beim Auftrag aus Indien machte das Unternehmen zudem keine Angabe dazu, aus welcher Quelle das – womöglich mit fossilem Strom produzierte – Methanol für die Brennstoffzellen stammen soll.
SFC Energy AG: ISIN DE0007568578 / WKN 756857
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