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Sind ETFs auf den MSCI World Index zu riskant?
ETFs, die den globalen Aktienindex MSCI World abbilden, galten lange als sicherster Weg, in Aktien zu investieren. Bleibt das in der Trump-Ära so? Oder sind die Risiken doch höher als gedacht? Und welche nachhaltigen Alternativen gibt es?
Das Anlagekonzept ist einfach: Einen ETF auf den MSCI World kaufen, mindestens zehn bis 15 Jahre liegen lassen und sich über hohe Renditen freuen. Das alles bei überschaubarem Risiko, denn der MSCI World Index enthält mehr als 1.300 der größten Unternehmen aus 23 Industrieländern und deckt etwa 85 Prozent des Aktienkapitals dieser Staaten ab. Zudem sind die Kosten von ETFs auf den Index niedrig, das erhöht die Renditechancen.
Allerdings ist der MSCI World sehr stark auf die USA ausgerichtet: Mehr als 70 Prozent der Aktien kommen von dort. Aus Japan, dem zweitwichtigsten Land im Index, stammen nur knapp 6 Prozent, aus Deutschland lediglich 2,5 Prozent.
Zudem sind Technologie-Aktien im MSCI World hoch gewichtet. Das liegt daran, dass der MSCI World seine Aktien nach ihrer Marktkapitalisierung auswählt, und da liegen Tech-Papiere seit Jahren klar vorne. Die neun größten Positionen im Index, allesamt US-Tech-Aktien wie Apple, Microsoft, Alphabet (Google) und Nvidia, haben zusammengenommen einen Börsenwert von über 20 Billionen Dollar und machen damit mehr als ein Viertel des im Index vertretenen Börsenkapitals aus (Stand Anfang September 2025).
Flucht ist keine Lösung
Ist das zu viel für ein ausgewogenes Depot? Was passiert, wenn – unter Donald Trump nicht auszuschließen – der Tech-Sektor oder sogar die gesamte US-Wirtschaft für längere Zeit massiv einbrechen?
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