Insbesondere bei großen Offshore-Anlagen kommen Magneten aus seltenen Erden zum Einsatz. / Foto: Pixabay

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So abhängig sind Windanlagenbauer von seltenen Erden aus China

Windkraftanlagen sind neben Solarkraftwerken der wichtigste Baustein für die Energiewende. Doch für viele Anlagentypen sind seltene Erden notwendig. Und die stammen in der Regel aus China. Ein dickes Problem für die Windbranche?

Windenergieanlagen kann man in zwei unterschiedliche Bauarten einteilen: Entweder sie haben ein Getriebe – dann brauchen sie keine seltenen Erden. Oder sie arbeiten getriebelos – dann verwenden sie Permanentmagnetgeneratoren (PM-Generatoren). Und für die Herstellung von Permanentmagneten werden seltene Erden gebraucht. Der Hamburger Windkraftanlagenhersteller Nordex beispielsweise ist raus aus dem möglichen Würgegriff Chinas: Nordex-Anlagen haben ein Getriebe.

Ohne China geht es nicht

Die meisten europäischen Hersteller arbeiten entweder generell mit getriebelosen Windkraftanlagen, oder sie haben beide Bauarten im Programm. Enercon aus Aurich, ein deutsches Vorzeigeunternehmen, das nicht an der Börse notiert ist, setzt beispielsweise nur auf getriebelose Anlagen. Dagegen haben der dänische Weltmarktführer Vestas, der US-Mischkonzern General Electric und Siemens Energy aus München beide Typen im Programm – mit Getriebe für die kleineren Modellreihen, ohne für die großen Anlagen.

Permanentmagnete können ohne zusätzlichen Strom ein Magnetfeld erzeugen. Dieses Feld plus die Bewegung durch den Rotor ermöglicht es, elektrischen Strom zu erzeugen. Die Verwendung von PM-Generatoren hat besonders für große Offshore-Windkraftanlagen Vorteile: Ohne Getriebe gibt es weniger Verschleiß und daher weniger Wartungsaufwand. Zudem sind PM-Generatoren effizienter, da sie weniger Energieverluste haben und schon bei geringerer Drehzahl des Rotors Strom liefern.

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