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Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten, Anleihen / AIF, Crowd-Investment
Solarausschreibung überzeichnet – Investitionschancen für Anlegerinnen und Anleger?
Bei der Juli-Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächen haben 258 Gebote mit einem Umfang von 2.271 Megawatt (MW) einen Zuschlag erhalten. Darunter sind unter anderem der ECOreporter-Aktien-Favorit ABO Energy, eine nachhaltige Genossenschaft und Unternehmen mit von der Redaktion analysierten Angeboten. Zwei Unternehmensgruppen haben für zusammen mehr als 500 MW Zuschläge erhalten.
Die Gebote bezogen sich auf die Ausschreibung für PV-Freiflächenanlagen und für Solaranlagen, die auf baulichen Anlagen errichtet werden, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind (Solaranlagen des ersten Segments). Gebotstermin war der 1. Juli 2025.
Durchschnittlicher Zuschlagswert weiterhin deutlich unter 5 Cent/kWh
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte schwanken laut Bundesnetzagentur zwischen 4,00 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) und 6,26 Cent/kWh. Damit blieben die erfolgreichen Gebote auch in der Spitze unter dem erlaubten Höchstwert von 6,8 Cent/kWh. Der sogenannte durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Ausschreibungsrunde bei 4,84 Cent/kWh und damit leicht oberhalb des Niveaus der Vorrunde (4,66 Cent/kWh).
"Der Wettbewerb sorgt weiterhin für stabile Zuschlagswerte weit unterhalb des Höchstwerts", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. "Seit über einem Jahr sind die Zuschlagswerte auf ähnlichem Niveau. Anhaltender Wettbewerb schafft auch verlässliche Rahmenbedingungen für die Bieter im Ausschreibungsverfahren", so Müller weiter.
Die ausgeschriebene Menge betrug in dieser Runde 2.266 MW. Von den 313 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 2.820 MW konnten 258 Gebote mit einem Umfang von 2.271 MW bezuschlagt werden. Es wurden 36 Gebote vom Verfahren ausgeschlossen.
Fast 700 MW für Projekte in Bayern
Das mit weitem Abstand größte Zuschlagsvolumen entfiel wie in den vorherigen Gebotsrunden auf Gebote für Standorte in Bayern (689 MW, 106 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Rheinland-Pfalz (251 MW, 23 Zuschläge) und Niedersachsen (250 MW, 18 Zuschläge).
Mehr zu den Unternehmen, die Zuschläge erhielten, und wo es mögliche Investitionschancen gibt, lesen Sie im folgenden Premium-Bereich.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Anumar und Greenovative mit zahlreichen Zuschlägen
Den Namen der Bieter, zumeist Projektgesellschaften, nach zu urteilen, gingen 27 Zuschläge mit einem Gebotsvolumen von insgesamt rund 230 MW an die Anumar-Gruppe aus Ingolstadt in Bayern. Diese hatte bereits bei vorherigen Solar- und Innovationsausschreibungen zahlreiche Zuschläge erhalten. Bei 26 der 27 bezuschlagten Gebote ist der Anlagenstandort in Bayern. "Greeno"-Projektgesellschaften der Greenovative-Gruppe mit Hauptsitz in Nürnberg erhielten 17 Zuschläge für zusammen rund 70 MW, die alle auf Standorte in Bayern entfallen.
Enerparc mit Zuschlägen über 300 MW
21 Zuschläge für ein Volumen von zusammen rund 310 MW gingen an verschiedene Enerparc-Gesellschaften. Die Enerparc-Gruppe mit Hauptsitz in Hamburg beschäftigt nach eigenen Angaben mittlerweile über 600 Mitarbeitende in Deutschland und weiteren anderen Ländern. Sie hat demnach bislang über 700 Solarparks weltweit mit einer Gesamtleistung von mehr als 4.700 MW entwickelt und errichtet. Davon betreibt die Gruppe rund 500 Parks mit einer installierten Leistung von über 3.500 MW in eigener Regie.
Ein Unternehmen der Enerparc-Gruppe bietet derzeit ein Solarpark-Crowdinvesting an, das sich ECOreporter hier näher angesehen hat.
Ausschreibungserfolg für die Elektrizitätswerke Schönau
Die Elektrizitätswerke Schönau Energie GmbH erhielt einen Zuschlag für ein Solarprojekt mit rund 5 MW in der Gemeinde Epfendorf im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg. Das Unternehmen ist eine vollständige Tochter der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG (kurz: EWS). Die EWS ist auch Gesellschafterin der EWS Solarpark Mörzenbrunnen GmbH & Co. KG, die bei der Ausschreibung den Zuschlag für ein Solarprojekt mit einem Gebotsvolumen von 6,33 MW in der Gemeinde Niedereschach im Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg erhalten hat.
Die vor rund 30 Jahren gegründete EWS ist eine Pionierin im Bereich Ökostrom. Die Genossenschaft hat mehr als 14.500 Mitglieder. Mehr zu den EWS-"Stromrebellen" und der Beteiligungsmöglichkeit an der Genossenschaft lesen Sie hier.
Anleiheemittentin wiwi consult mit Projekten in Rheinland-Pfalz
Die wiwi consult GmbH & Co. KG erhielt zwei Zuschläge für Solarprojekte in Rheinland-Pfalz. Das Projekt im Landkreis Südwestpfalz hat ein Gebotsvolumen von 13 MW und das im Landkreis Donnersbergkreis 3 MW. Das Unternehmen bietet die Anleihe "wiwi consult Crowdinvesting 2025 digital" an, die sich ECOreporter hier angesehen hat.
ABO Energy mit Zuschlag für Solarprojekt in Hessen
Eine ABO Energy-Projektgesellschaft hat den Zuschlag für eine Solaranlage mit einem Volumen von 13,58 MW in Würges in der Gemeinde Bad Camberg im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen erhalten. Auch in Polen hat ABO Energy einen Zuschlag für einen Solarpark erhalten. Details zu diesem Solarprojekt und eine aktuelle Einschätzung der ABO Energy-Aktie lesen Sie hier.