Bei der jüngsten Solarausschreibung im Juli hat unter anderem der ECOreporter-Aktien-Favorit ABO Energy einen Zuschlag erhalten. / Symbolfoto: Pixabay

  Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten, Anleihen / AIF, Crowd-Investment

Solarausschreibung überzeichnet – Investitionschancen für Anlegerinnen und Anleger?

Bei der Juli-Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächen haben 258 Gebote mit einem Umfang von 2.271 Megawatt (MW) einen Zuschlag erhalten. Darunter sind unter anderem der ECOreporter-Aktien-Favorit ABO Energy, eine nachhaltige Genossenschaft und Unternehmen mit von der Redaktion analysierten Angeboten. Zwei Unternehmensgruppen haben für zusammen mehr als 500 MW Zuschläge erhalten.

Die Gebote bezogen sich auf die Ausschreibung für PV-Freiflächenanlagen und für Solaranlagen, die auf baulichen Anlagen errichtet werden, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind (Solaranlagen des ersten Segments). Gebotstermin war der 1. Juli 2025.

Durchschnittlicher Zuschlagswert weiterhin deutlich unter 5 Cent/kWh

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte schwanken laut Bundesnetzagentur zwischen 4,00 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) und 6,26 Cent/kWh. Damit blieben die erfolgreichen Gebote auch in der Spitze unter dem erlaubten Höchstwert von 6,8 Cent/kWh. Der sogenannte durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Ausschreibungsrunde bei 4,84 Cent/kWh und damit leicht oberhalb des Niveaus der Vorrunde (4,66 Cent/kWh).

"Der Wettbewerb sorgt weiterhin für stabile Zuschlagswerte weit unterhalb des Höchstwerts", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. "Seit über einem Jahr sind die Zuschlagswerte auf ähnlichem Niveau. Anhaltender Wettbewerb schafft auch verlässliche Rahmenbedingungen für die Bieter im Ausschreibungsverfahren", so Müller weiter.

Die ausgeschriebene Menge betrug in dieser Runde 2.266 MW. Von den 313 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 2.820 MW konnten 258 Gebote mit einem Umfang von 2.271 MW bezuschlagt werden. Es wurden 36 Gebote vom Verfahren ausgeschlossen.

Fast 700 MW für Projekte in Bayern

Das mit weitem Abstand größte Zuschlagsvolumen entfiel wie in den vorherigen Gebotsrunden auf Gebote für Standorte in Bayern (689 MW, 106 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Rheinland-Pfalz (251 MW, 23 Zuschläge) und Niedersachsen (250 MW, 18 Zuschläge).

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