SolaEdge will sich künftig wieder auf sein Solar-Kerngeschäft konzentrieren. / Foto: Pixabay

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SolarEdge schließt Energiespeicher-Sparte – Aktie gewinnt

Das kriselnde israelische Solarunternehmen SolarEdge schließt seine Energiespeicher-Sparte und streicht damit erneut hunderte Jobs. An der Börse kommt die Entscheidung des ECOreporter-Aktien-Favoriten gut an.

Wie SolarEdge bekannt gab, werden alle Aktivitäten im Energiespeicher-Geschäft eingestellt und die Abteilung abgewickelt. Damit fallen auch 500 Stellen weg, die meisten davon laut Unternehmen in Südkorea.

Fokus auf das Kerngeschäft

SolarEdge will mit dem Schritt pro Quartal etwa 7,5 Millionen US-Dollar an Kosten einsparen, erstmals spürbar werden soll dieser Effekt in der zweiten Jahreshälfte 2025. Vermögenswerte wie die Produktionsanlagen für Batteriepacks sollen zudem verkauft werden.

Wie ECOreporter die SolarEdge-Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie im Premium-Bereich. Einen Überblick zum Solarsektor bieten die ECOreporter-Dossiers Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Maschinen, Module und Wechselrichter (Teil 1) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2).

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Ronen Faier, der seit August 2024 amtierende Interims-CEO von SolarEdge, sagte, die Maßnahmen dienten der Kostensenkung und einer stärkeren Fokussierung auf die Kerngeschäfte. Die Schließung sei "das Ergebnis einer sorgfältigen Analyse unseres Geschäftsportfolios und unserer Produktlinien, der Branchentrends und des Wettbewerbsumfelds".

Das Angebot von Speichern für Privathaushalte mit Solaranlage soll von dem Schritt nicht betroffen sein. Hier will SolarEdge nach eigener Angabe künftig Produkte anderer Hersteller anbieten. Der Konzern möchte sich künftig wieder auf sein Kerngeschäft mit Wechselrichtern, Solaranlagen und Energiemanagement-Software konzentrieren.

An der Börse kam der Schritt gut an. An ihrer US-Heimatböse Nasdaq schloss die Aktie am gestrigen Mittwoch 8,6 Prozent im Plus. Im Tradegate-Handel notiert der Kurs aktuell bei 1,39 Euro und damit weitere 1,4 Prozent im Plus zum Vortag (Stand: 28.11.2024, 9:08 Uhr).

Anhaltende Probleme

Die SolarEdge-Aktie hat seit Mitte 2023 drastisch an Wert verloren. Auf Monatssicht ist sie 8,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 79,6 Prozent eingebüßt. In den letzten drei Jahren ging es für den Kurs um 95 Prozent abwärts.

Bei SolarEdge laufen die Geschäfte schlecht, der Konzern leidet unter einem Einbruch der Nachfrage. Dieser geht vor allem auf sehr hohe Lagerbeständen bei Kunden und die deutlich billigere Konkurrenz aus China zurück. Letztere sorgt zusätzlich dafür, dass Verkaufspreise sinken. In den ersten drei Quartalen 2024 verbuchte SolarEdge einen Nettoverlust von 1,5 Milliarden Dollar, auch wegen hoher Wertabschreibungen, die das Unternehmen auf seine Lagerbestände vornehmen musste. SolarEdge hat sich deshalb einen rigorosen Sparplan verordnet und in diesem Jahr bereits zwei große Entlassungsrunden hinter sich.

Der Konzern erwartet nach aktuellem Stand ab der ersten Jahreshälfte 2025 mehr Aufträge und höhere Einnahmen. Ob die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen kann, ist aber noch unsicher. Der Wahlsieg von Donald Trump in den USA schafft zudem zusätzliche Unsicherheiten für den Erneuerbare-Energie-Sektor. Zwar sieht ECOreporter weiterhin Potenzial bei SolarEdge, aktuell rät die Redaktion aber vom Einstieg in die Aktie ab.

SolarEdge ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

SolarEdge Technologies Ltd.: ISIN US83417M1045 / WKN A14QVM

(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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