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Erneuerbare Energie, Meldungen
Studie: Solaranlagen bleiben länger leistungsstark als gedacht
Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) haben festgestellt, dass Solaranlagen in Deutschland deutlich langsamer an Leistungsfähigkeit verlieren als bislang erwartet.
Die Fachleute analysierten Daten aus 16 Jahren von 1,25 Millionen deutschen Solaranlagen. Das Ergebnis: Die Stromerzeugungskapazität der Solarmodule sinkt pro Jahr nur um 0,52 bis 0,61 Prozent. Bislang war die Solarindustrie von doppelt so hohen Leistungsverlusten ausgegangen.
Es kommt nicht nur auf das Alter an
„Dies ist ein positives Ergebnis für die Solarbranche – von Haushalten, die Anlagen gekauft haben, bis hin zu Investoren von Megaprojekten. Geringerer Leistungsabfall bedeutet höhere Erträge und Einnahmen über die gesamte Lebensdauer eines Projekts“, sagte Diego Prieto Melo, ein Autor der Studie, gegenüber dem „pv magazine“. Den Auswertungen der BTU zufolge sind die Stromerzeugungskosten von Solaranlagen über die gesamte Lebenszeit 4,8 Prozent niedriger als bisher angenommen.
Peitro Melo zufolge hängt der Leistungsabfall nicht nur vom Alter ab. Auch extreme Hitze, Frost und Luftverschmutzung hätten einen messbaren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Insbesondere die sinkende Luftverschmutzung in Deutschland habe in den letzten Jahren zu höheren Solarstromerträgen geführt, da sich weniger Staub auf den Solarmodulen ansammle. Regen hat laut der Studie gemischte Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit: Er kann die Module kühlen und Staub entfernen, aber je nach Einfallswinkel auch das Sonnenlicht streuen und den Wirkungsgrad der Anlagen leicht verringern.
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