Steuererleichterungen sollen nachhaltige Geldanlagen attraktiver machen. / Grafik: Pixabay

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Sustainable-Finance-Beirat schlägt „Klimasparplan“ vor

Die Nachhaltigkeits-Berater der Bundesregierung empfehlen, einen „Klimasparplan“ und einen „Nationalen Transformationsfonds“ für private Anlegerinnen und Anleger einzuführen, um die deutsche Wirtschaft grüner und widerstandsfähiger zu machen.

Der vorgeschlagene „Klimasparplan“ des Sustainable-Finance-Beirats sieht so aus: Private Anlegerinnen und Anleger schließen einen Sparplan mit einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren (bei Über-60-Jährigen mindestens fünf Jahren) ab und investieren ihr Geld in nachhaltige Finanzprodukte, beispielsweise Fonds oder Green Bonds. Die Erträge aus den ersten eingezahlten 25.000 Euro bleiben dabei steuerfrei. Eine vorzeitige Kündigung der von Banken und Versicherungen angebotenen Verträge ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen.

An vermögendere Menschen richtet sich der vom Beirat angedachte „Nationale Transformationsfonds". Hier geht es um offene Immobilien- und Infrastrukturfonds, die nachhaltige Projekte finanzieren, etwa Stromspeicher und Ladestationen. Für den Fonds schlägt der Beirat eine Steuerfreigrenze bis zu einer Anlagesumme vom 100.000 Euro vor.

Nachhaltige Wirkung für alle

„Wir benötigen enorme Geldsummen, um unsere Wirtschaft zukunftsfest und resilient zu machen“, erläutert Silke Stremlau, Vorsitzende des Sustainable-Finance-Beirats. Ein „Klimasparplan“ ermögliche es vielen Menschen, sich aktiv daran zu beteiligen und echte nachhaltige Wirkung zu erzeugen.

„Wichtig ist, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern unterschiedliche Wege für attraktive Investitionen in die Nachhaltigkeit bieten", ergänzt Michael Dittrich, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und Leiter der Arbeitsgruppe Kapitalmarkt im Sustainable-Finance-Beirat. „Für den Staat ist die Finanzierung nachhaltiger Infrastruktur durch steuerbegünstigte Angebote an Kapitalanleger attraktiver, als wenn er dies selbst finanziert.“

Dem Sustainable-Finance-Beirat gehören 34 Expertinnen und Experten aus Finanz- und Realwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft an. Unterstützt werden sie von 19 Beobachterinnen und Beobachtern.

Details zu den Vorschlägen des Beirats finden Sie unter folgender externer Web-Adresse: https://sustainable-finance-beirat.de/publikationen/

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