Mehrere ThomasLloyd-Gesellschaften sind in vorläufigen Insolvenzverfahren. / Illustration: Pixabay

  Anleihen / AIF, Wachhund

ThomasLloyd will in den USA an die Börse

Die ThomasLloyd-Gruppe möchte eines ihrer Unternehmen an die US-Börse Nasdaq bringen. Ob das gelingt, ist nicht klar, da sich eine für das Vorhaben wichtige ThomasLloyd-Gesellschaft im vorläufigen Insolvenzverfahren befindet.

Die in Amsterdam ansässige ThomasLloyd Climate Solutions B.V. plant, über eine Fusion mit dem auf den karibischen Kaimaninseln registrierten SPAC Roman DBDR Aquisition Corp. II an die Nasdaq zu kommen. SPACs sind Unternehmen, die nur mit ihrem Namen an die Börse gehen. Sie haben keine Produkte, keine Belegschaft, kein Kapital. Der einzige Daseinszweck dieser Special Purpose Acquisition Companies (so der Langname): Sie wollen mit dem Geld, das sie durch ihren Börsengang einsammeln, andere Firmen aufkaufen, mit diesen verschmelzen und sie dadurch quasi durch die Hintertür an die Börse bringen. Das erspart den aufgekauften Unternehmen den aufwendigen Prozess einer Börsenzulassung. 

Über die Börsenfusion der ThomasLloyd Climate Solutions sollen mehr als 240 Millionen US-Dollar eingenommen werden. Das Unternehmen will in den USA eigenen Angaben zufolge Erneuerbare-Energie-Lösungen für KI-Rechenzentren anbieten. „Wir glauben, dass die Marktchancen nicht besser sein könnten als jetzt“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg ThomasLloyd-Chef Michael Sieg.

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