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Trotz Exportbeschränkungen: ASML bestätigt Umsatzziel 2025
Der niederländische Halbleiterindustrie-Ausrüster ASML hat sein Umsatzziel für 2025 trotz strengerer US-Regeln für den Export von Chiptechnologie nach China bestätigt. Auch am langfristigen Ausblick bis 2030 hält der Konzern fest.
Im kommenden Jahr erwartet ASML unverändert einen Umsatz von 30 bis 35 Milliarden Euro. Der größte Anteil davon dürfte mit rund 20 Prozent in China erwirtschaftet werden, wie das Unternehmen mitteilte. ASML hatte seine mittelfristige Prognose Mitte Oktober gesenkt, die Aktie war danach zweistellig eingebrochen und hatte Schockwellen durch den gesamten Techsektor gesendet. ECOreporter berichtete hier. Für 2024 erwartet der Konzern nach eigener Aussage "keine direkten Auswirkungen" der neuen Regeln.
Auch Ausblick für 2030 steht
Die USA hatten am Montag eine Verschärfung ihrer Vorschriften für Hochtechnologie-Exporte nach China bekannt gegeben. Diese umfasst laut ASML Ergänzungen zur Liste der eingeschränkten Technologien, einschließlich Messtechnik und Software. Darüber hinaus dürfen in Drittstaaten wie Singapur oder Malaysia gefertigte Anlagen ebenfalls nicht mehr in die Volksrepublik geliefert werden.
Wie ECOreporter die ASML-Aktie einschätzt, erfahren Sie im Premium-Bereich. Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers zur Halbleiter-Branche: Zwischen KI-Boom und PC-Flaute: Bei diesen nachhaltigen Chip-Aktien kann sich der Einstieg lohnen und Welche Halbleiter-Zulieferer gute Aussichten haben: 15 nachhaltige Chip-Aktien (Teil 2).
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"Langfristig erwarten wir nicht, dass die neuen Vorschriften unsere Szenarien für die Nachfrage in der Halbleiterindustrie beeinflussen werden, da diese auf der globalen Nachfrage basieren", so ASML. Das Unternehmen bestätigte auch seine Prognose für einen Jahresumsatz 2030 zwischen etwa 44 und 60 Milliarden Euro.
ASML ist der weltweit einzige Hersteller von sogenannten Extrem-Ultraviolett-Lithografieanlagen (EUV-Lithografie). Die Anlagen kosten mehrere hundert Millionen Euro das Stück und ermöglichen es, die Strukturverkleinerung in der Halbleiterindustrie fortzusetzen. Je geringer die Strukturbreite, desto leistungsfähiger und energieeffizienter sind Chips.
Bereits jetzt darf das Unternehmen wegen der US-Beschränkungen seine modernsten Anlagen nicht in die Volksrepublik liefern. Die USA wollen so verhindern, dass China insbesondere moderne KI-Technologie für militärische Zwecke nutzen kann.
Im Xetra-Handel notiert die ASML-Aktie aktuell 1,9 Prozent im Plus zum Vortag bei 674,40 Euro (Stand: 3.12.2024, 11:25 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 9 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 7,1 Prozent an Wert gewonnen.
Handelskrieg als Risiko
ASML steht weiterhin gut da, der Konzern wächst und erwirtschaftet hohe Gewinne. Zuletzt profitierte ASML vor allem vom Ausbau der Fertigung von KI-Chips, andere Bereiche wie Halbleiter für PCs und die Automobilbranche schwächeln – auch hier dürfte die Nachfrage und damit der Bedarf in der Fertigung aber in den kommenden Jahren wieder anziehen. Zwar ging es für den Börsenkurs von ASML in den letzten sechs Monaten rund 23 Prozent abwärts, langfristig ist die Aktie aber stark gelaufen. In den letzten fünf Jahren hat ihr Wert sich knapp verdreifacht.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist mit 32 auch nach den Rücksetzern immer noch hoch. Eine Kurskorrektur kann daher auch gesund sein und neue Einstiegschancen eröffnen.
Größtes Risiko für ein ASML-Investment ist aktuell die Unsicherheit durch die politischen Spannungen. Ein Sonderweg der Niederlande bei Exportbeschränkungen ist nicht zu erwarten, die USA üben bislang erfolgreich diplomatischen Druck auf das Land aus, damit es den US-Richtlinien folgt. ASML ist somit zwischen die Fronten des Handelskriegs geraten – und bemüht sich nun, dessen geringe Auswirkungen auf das eigene Geschäft zu betonen. Für ein Investment in die eigentlich starke Aktie ist aktuell ein erhöhtes Risikobewusstsein nötig.
ASML Holding N.V.: ISIN NL0010273215 / WKN A1J4U4
(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)
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