Nikola leidet unter anderem unter hohen Kosten in der Produktion. / Foto: Nikola

  Nachhaltige Aktien

Truckbauer Nikola steht offenbar zum Verkauf

Der Elektro- und Wasserstoff-LKW-Hersteller Nikola soll angesichts seiner finanziellen Schwierigkeiten einen vollständigen oder teilweisen Verkauf seines Geschäfts prüfen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Auch das Hinzuziehen von Partnern oder die Beschaffung neuer Finanzmittel sollen dem Bericht zufolge Optionen sein. Nikola reagierte laut Bloomberg zunächst nicht auf eine Anfrage. Erst im Dezember hatte der Konzern eine spezielle Form der Kapitalerhöhung angekündigt, um sich frisches Geld zu besorgen.

Das Geld wird knapp

Nikola hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Die aktuell vorhandenen Finanzmittel würden nur ausreichen, um "Verpflichtungen bis zum ersten Quartal 2025, aber nicht darüber hinaus zu erfüllen". Ende September 2024 verfügte das Unternehmen noch über Barmittel in Höhe von rund 198 Millionen US-Dollar, verglichen mit 465 Millionen Dollar Ende 2023.

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Nikola hat laut Bloomberg unter anderem mit hohen Kosten im Zusammenhang mit dem Produktionshochlauf seines Lkw-Modells mit Wasserstoff-Brennstoffzelle zu kämpfen. Im Zuge eines Sparprogramms entlässt das Unternehmen aktuell im großen Stil Mitarbeiter. Im Oktober mussten bereits 15 Prozent der Belegschaft gehen, und der Stellenabbau soll noch nicht abgeschlossen sein.

Die Nikola-Aktie brach nach der Bloomberg-Mitteilung am Donnerstag um 28 Prozent ein. Aktuell notiert sie im Tradegate-Handel weitere 1,1 Prozent im Minus bei 0,80 Euro (Stand: 24.1.2025, 10:25 Uhr) und damit auf einem neuen Allzeittief. Im Monatsvergleich ist die Aktie 25 Prozent im Minus, in den vergangenen zwölf Monaten sackte der Kurs um 95,7 Prozent ab.

Nikola kann bislang nur in geringen Stückzahlen produzieren und schreibt rote Zahlen. Hinzu kommen immer wieder technische Probleme. So musste das Unternehmen 2023 alle 209 bis dahin verkauften LKWs zurückrufen und den Verkauf vorübergehend stoppen. Wegen fehlerhafter Batteriepacks waren mehrere Fahrzeuge in Brand geraten. Noch immer sind nicht alle dieser Fahrzeuge zurück auf der Straße. Im November gab es einen weiteren Rückruf.

ECOreporter rät seit Börsenstart von einem Einstieg in die Nikola-Aktie ab und bleibt bei dieser Einschätzung.

Nikola Corp.: ISIN US6541103031 / WKN A40GAE

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