TSMC möchte 2025 angeblich bis zu zehn neue Fabriken bauen. / Foto: Unternehmen

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TSMC will 2025 Massenproduktion von 2-Nanometer-Chips starten

Der taiwanesische Chiphersteller TSMC wird im nächsten Jahr mit der Massenproduktion seiner fortschrittlichsten Chips mit einer Strukturbreite von nur zwei Nanometern (2nm-Chips) beginnen. Das berichten mehrere taiwanesische Medien unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Je geringer die Strukturbreite, desto leistungsfähiger und energieeffizienter sind Mikrochips. Aktuell haben die modernsten Halbleiter eine Strukturbreite von drei Nanometern. Ein Nanometer ist 70.000-mal so dünn wie ein menschliches Haar.

Medien: Rekordinvestitionen und neue Fabriken

Für die 2nm-Chips läuft bei TSMC aktuell bereits eine Testproduktion. Dabei liegt die Ausbeute, also Chips, die tatsächlich funktionieren, laut den Berichten bei mehr als 60 Prozent und damit über den Erwartungen des Konzerns.

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TSMC plant, ab dem nächsten Jahr mit der 2nm-Massenproduktion in seiner derzeit im Bau befindlichen Fabrik in der taiwanesischen Hafenstadt Kaohsiung zu beginnen. Die erste Produktionsstrecke in dem Werk soll bereits im ersten Quartal 2025 in Betrieb gehen, die zweite voraussichtlich im dritten Quartal.

Laut der taiwanesischen Tageszeitung "Liberty Times" zeigte sich TSMC-Chef Mark Liu intern überrascht über die hohe Nachfrage nach 2nm-Chips. Das Interesse sei deutlich stärker als erwartet. Aktuell plane der Konzern bereits weitere Produktionsanlagen, um die Nachfrage zu bedienen.

TSMCs Investitionsausgaben könnten im nächsten Jahr daher voraussichtlich bis zu 38 Milliarden US-Dollar erreichen. Damit würden die bisherigen Rekordinvestitionen von 36,3 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2022 noch einmal übertroffen.

Laut den Berichten will der Konzern 2025 mit dem Bau zehn neuer Fabriken in Taiwan und in Übersee beginnen. Die Einzelheiten zu diesen Investitionen werde das Unternehmen zusammen mit den Geschäftszahlen für das vierte Quartal bekannt geben.

Die TSMC-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 1,1 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 190,80 Euro (Stand: 6.12.2024, 9:05 Uhr). Im Monatsvergleich hat sich die Aktie praktisch nicht bewegt, auf Jahressicht ist sie 110 Prozent im Plus.

Mehr als nur der KI-Boom

TSMC hat in der jüngeren Vergangenheit enorm vom KI-Boom profitiert. In den letzten fünf Jahren hat sich der Wert der Aktie fast vervierfacht. Das Unternehmen erzielt Rekordgewinne und übertrifft regelmäßig die bereits hohen Markterwartungen. Und die aktuell modernsten Chip-Varianten werden langfristig auch über den KI-Sektor hinaus gefragt sein. Anders als der US-Konkurrent Intel, den TSMC vorerst technologisch überholt hat, entwickeln die Taiwaner ihre Fertigung bislang konsequent und erfolgreich weiter.

Das größte Risiko für TSMC ist China. Der Konzern produziert den Großteil seiner Halbleiter in Taiwan, das von China als abtrünnige Provinz betrachtet wird. Die USA befürchten, dass das Regime der Volksrepublik versuchen wird, Taiwan in den nächsten Jahren zu annektieren. Das könnte den Stillstand der TSMC-Produktion bedeuten, auch weil ASML, der weltweit wichtigste Hersteller von Maschinen für die Chipfertigung, seine Anlagen bei TSMC wohl aus der Ferne abschalten kann.

Aktuell gibt TSMC viele Milliarden Dollar aus, um neue Standorte etwa in den USA, Japan und Deutschland zu errichten. Möglicherweise ausfallende Kapazitäten in der taiwanesischen Produktion wird der Konzern mit ausländischen Fabriken aber nicht auffangen können, zumal es Jahre dauert, diese zu bauen.

ECOreporter sieht die TSMC-Aktie daher weiterhin als ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger. Zu teuer ist die Aktie nicht: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt bei vertretbaren 29, für 2025 bei 23. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 ist mit 1,5 Prozent für einen Tech-Konzern ordentlich.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR:  ISIN US8740391003 / WKN 909800

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