TSMC will seinen Marktanteil bei mordernen Halbleitern weiter ausbauen. / Foto: TSMC

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TSMC meldet Meilenstein bei 2-Nanometer-Chips

Der taiwanesische Chip-Auftragsfertiger TSMC erzielt nach eigenen Angaben wichtige Fortschritte bei der Testproduktion von 2-Nanometer-Chips, der nächsten, leistungsfähigeren Chip-Generation. In diesem Jahr sollen die Herstellungskapazitäten deutlich steigen.

Wie TSMC erklärte, soll die Produktionskapazität von 2-Nanometer-Chips bis Ende 2025 auf 50.000 Halbleiter pro Monat steigen. Eine volle Auslastung des Testbetriebs in zwei taiwanesischen Werken könnte die Kapazität dann noch weiter auf 80.000 Chips erhöhen.

TSMC schon jetzt globaler Marktführer

In Nanometern wird bei Mikrochips die Strukturbreite gemessen. Je geringer diese ist, desto leistungsfähiger und energieeffizienter sind Chips. Die 2-Nanometer-Halbleiter sind aktuell die modernste mögliche Variante. TSMC will mit der Massenproduktion der Chips im kommenden Jahr beginnen.

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Mit seinen 3-Nanometer-Chips beherrscht TSMC die weltweite Produktion von Halbleitern für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Der Konzern stellt etwa die Prozessoren für den KI-Marktführer Nvidia her.

TSMC geht davon aus, dass man für 2-Nanometer-Chips noch mehr Aufträge erhalten wird als für die aktuellen 3-Nanometer-Produkte. Es gäbe bereits mehr Interessenten als aktuell Kunden, wie der Konzern gegenüber der staatlichen taiwanesischen Nachrichtenagentur CNA erklärte. Nun will TSMC beweisen, dass diese mögliche Nachfrage auch bedient werden kann.

Bereits vor drei Monaten hatte TSMC mitgeteilt, in der Testphase der 2-Nanometer-Technologie eine Produktionsausbeute von 60 Prozent erreicht zu haben. Branchenanalysten gehen davon aus, dass die Ausbeute (der Anteil fehlerfreier Chips in einer Charge) seitdem weiter gestiegen ist.

Die TSMC-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,5 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 164,60 Euro (Stand: 24.3.2025, 9:42 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 12,9 Prozent an Wert eingebüßt, im Jahresvergleich ist der Kurs um 26,8 Prozent gestiegen.

TSMC ist der wichtigste Chiphersteller der Welt und steht wirtschaftlich sehr gut da. Die starken Kursgewinne der letzten Jahre sind aber vor allem auf den Boom des mittlerweile überhitzten KI-Sektors zurückzuführen. In diesem gab es zuletzt deutliche Rücksetzer, weil Analysten befürchten, dass sie die Wachstumschancen des Sektors überschätzt haben – ECOreporter warnt davor schon seit zwei Jahren.

Hohe politische Risiken

In den letzten Monaten gab es auch Gerüchte, dass TSMC Teile des kriselnden US-Chipherstellers Intel übernehmen könnte. ECOreporter berichtete hier. Wie konkret diese Pläne sind, ist aber unklar, zudem gäbe es dabei auch hohe politische Hürden.

Auch die größten Risiken für TSMC sind politischer Natur. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Experten befürchten, dass China Taiwan abriegeln oder dort einmarschieren könnte. Um seine Produktion internationaler aufzustellen, plant TSMC zahlreiche neue Fabriken, unter anderem in Dresden. In den USA will der Konzern 100 Milliarden Dollar in neue Fertigungsstätten investieren, auch um Strafzölle zu vermeiden.

Teuer ist die TSMC-Aktie derzeit nicht, das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2025 liegt bei moderaten 17. Bei einem Nachlassen des KI-Hypes oder einer chinesischen Handelsblockade könnte es aber zu weiteren empfindlichen Rücksetzern kommen. Aktuell ist die Aktie nur etwas für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR:  ISIN US8740391003 / WKN 909800

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