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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
Vestas erhält Rekordaufträge und erzielt mehr Gewinn
Der dänische Windanlagenhersteller Vestas hat seinen Umsatz und Gewinn 2024 deutlich gesteigert. Zudem verbuchte der ECOreporter-Aktien-Favorit einen neuen Auftragsrekord.
Im vergangenen Jahr erzielte Vestas einen Umsatz von 17,3 Milliarden Euro, ein Plus von 12 Prozent zu 2023. Die Erwartungen der Analysten wurden damit laut der Nachrichtenagentur Reuters übertroffen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg deutlich von 231 auf 741 Millionen Euro und fiel ebenfalls besser aus als am Markt erwartet.
Auftragsbestand auf Rekordniveau
Die entsprechende Gewinnmarge verbesserte sich um 2,8 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Unter dem Strich verdiente Vestas mit netto 494 Millionen Euro mehr als sechsmal so viel wie im Vorjahr.
Eine aktuelle Einschätzung der Vestas-Aktie gibt ECOreporter im Premium-Bereich ab. Für einen tieferen Einblick in die Windbranche lesen Sie unseren zweiteiligen Windaktien-Überblick.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Der Auftragseingang wuchs im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand im Turbinengeschäft lag zum Jahresende bei 31,6 Milliarden Euro, ein Plus von 22 Prozent und ein neuer Bestwert für das Unternehmen. Der Auftragsbestand im Servicegeschäft, in dem Vestas etwa die Wartung und den Betrieb von Anlagen übernimmt, erhöhte sich um 8 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro.
"Das Jahr verlief nicht wie erwartet", erklärte Vestas-Chef Henrik Andersen. Mit einem Auftragsbestand auf Rekordniveau verlasse "Vestas das Jahr 2024 stärker, als wir es begonnen haben".
Für 2025 rechnet der Konzern damit, dass der Umsatz auf 18 bis 20 Milliarden Euro steigt. Analysten bezeichneten den Ausblick gegenüber Reuters als enttäuschend, mit 19,4 Milliarden Euro hatten sie eine Prognose eher am oberen Ende der Spanne erwartet. Die EBIT-Marge sieht Vestas in diesem Jahr bei 4 bis 7 Prozent. Auch hier waren die Marktexperten mit 6,7 Prozent von einem höheren Niveau ausgegangen.
Vestas erklärte zu der Prognose, man erwarte zwar weiteres Wachstum. Allerdings verursache das dafür nötige Hochfahren der Produktion in den USA und Europa zusätzliche Kosten. Das Unternehmen sei deshalb hinsichtlich der erwarteten Profitabilität vorsichtig.
Im Tradegate-Handel ist die Vestas-Aktie aufgrund der enttäuschten Analystenerwartungen aktuell 3,4 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 14,14 Euro (Stand: 6.2.2025, 9:28 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 8,9 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 43,9 Prozent im Minus.
Vestas erholt sich weiter von der Krise
Für die Vestas-Aktie ging es 2024 deutlich abwärts, auf fünf Jahre hat der Kurs 26,6 Prozent eingebüßt. Die Dänen erholen sich aber deutlich schneller von der Krise der letzten Jahre als Konkurrenten wie Nordex aus Hamburg und der zum Münchner Konzern Siemens Energy gehörende Windanlagenbauer Siemens Gamesa. Vestas hatte nach einem Milliardenverlust 2022 bereits im vergangenen Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Nun ist der Gewinn erneut deutlich gestiegen.
Nach den Kursverlusten der letzten Monate liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 bei moderaten 14. Ein Einstieg ist nach Einschätzung von ECOreporter derzeit noch mit erhöhten Risiken verbunden. Wer viel Geduld hat, kann aber über einen Einstieg nachdenken. Langfristig sieht die Redaktion realistische Chancen, dass es für den Kurs bei der erwartbaren wirtschaftlichen Erholung des Konzerns wieder aufwärts geht. Seit Anfang des Jahres gibt es bereits zarte Erholungstendenzen.
Vestas ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier. Mehr zur Entwicklung der Mittelklasse-Favoriten-Aktien erfahren Sie in unserem großen Überblicksartikel.
Vestas Wind Systems A/S: ISIN DK0061539921 / WKN A3CMNS
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