Nachhaltige Aktien

Vor Regierungswechsel: PlugPower und Rivian erhalten Milliardenkredite in den USA

Das Wasserstoffunternehmen Plug Power und der Autobauer Rivian haben sich kurz vor dem Amtsantritt von Donald Trump Milliardenkredite vom US-Energieministerium (DOE) gesichert. Das Geld soll in beiden Fällen für konkrete Projekte verwendet werden.

Plug Power erhält wie bereits angekündigt ein Darlehen über 1,7 Milliarden US-Dollar für bis zu sechs Wasserstoff-Projekte. Das erste davon soll im Bundesstaat Texas entstehen. Die Planung sieht vor, dass die Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff ihren Strom von einem benachbarten Windpark bezieht. Die Elektrolyseur-Stacks, das Herzstück eines Wasserstoff-Generators, sollen aus der Plug Power-Fertigung im Bundesstaat New York stammen.

Grüne Kredite unter Trump gefährdet

"Der Abschluss dieser Kreditgarantie mit dem Energieministerium ist ein bedeutender Schritt im Ausbau unserer heimischen Fertigungs- und Wasserstoffproduktionskapazitäten, die viele hochwertige Arbeitsplätze in den USA schaffen", sagte Plug Power-Chef Andy Marsh.

Eine aktuelle ECOreporter-Einschätzung der Aktien von Plug Power und Rivian finden Sie im Premium-Bereich. Lesen Sie auch unser Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die spannendsten Wasserstoff-Aktien.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Plug Power kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Ende 2023 hatte das Management gewarnt, dass die Fortführung des Geschäfts gefährdet sei. Mit dem Milliarden-Darlehen sieht Plug Power die Gefahr einer Pleite vorerst abgewendet.

Das Unternehmen hatte gehofft, sich die Kreditgarantie noch vor dem Amtsantritt Donald Trumps sichern zu können. Unter Trump dürften grüne Subventionen gestrichen oder zumindest drastisch gekürzt werden.

Rivian plant eine neue Fabrik

Der Elektroautobauer Rivian soll ein Darlehen über bis zu 6,6 Milliarden Dollar erhalten. Das Geld will der Konzern für den Bau einer Fabrik im US-Bundesstaat Georgia verwenden. Der Baubeginn ist für 2026 geplant, die ersten Fahrzeuge sollen 2028 vom Band rollen.

Rivian hat bereits mit der Einstellung von Personal für Bau- und Managementpositionen in der Region begonnen und rechnet mit einer Zunahme der Neueinstellungen im Laufe des Projekts. Das staatliche Darlehen soll in zwei Phasen bereitgestellt werden.

So sieht ECOreporter die beiden Aktien

Die Plug Power-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 3,2 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 2,75 Euro (Stand: 17.1.2025, 9:57 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 31,2 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 9,4 Prozent im Plus.

Der Kurs von Plug Power profitierte zuletzt enorm von einem Großauftrag aus Australien. Doch das Unternehmen leidet weiter unter zu hohen Kosten und niedrigen Margen, zudem bleibt die Nachfrage insgesamt niedrig. Von der Gewinnzone ist der Konzern nach wie vor weit entfernt. In den letzten drei Jahren ging es für den Kurs knapp 87 Prozent abwärts. ECOreporter rät von einem Kauf der Plug Power-Aktie unverändert ab.

Die Rivian-Aktie notiert im Tradegate-Handel 4,3 Prozent im Plus bei 14,70 Euro (Stand: 17.1.2025, 9:45 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 20,5 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 4,6 Prozent eingebüßt.

ECOreporter rät seit dem Börsenstart vom Kauf der Rivian-Aktie ab und bleibt weiter bei dieser Einschätzung. Im November gründete das Unternehmen mit dem Wolfsburger Autobauer Volkswagen ein milliardenschweres Technologie-Joint-Venture. Seitdem steigt die Aktie mit deutlichen Schwankungen. Allerdings hat Rivian operativ weiter Probleme. Erst im Oktober musste das Unternehmen sein Produktionsziel für 2024 aufgeben. Rivian schreibt noch immer Milliardenverluste.

Plug Power Inc.: ISIN US72919P2020 / WKN A1JA81

Rivian Automotive Inc.: ISIN US76954A1034 / WKN A3C47B

(Aktuelle Kursdaten zu den Aktien erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

Verwandte Artikel

10.12.24
 >
17.04.26
 >
02.12.24
 >
27.11.24
 >
14.11.24
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x