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Wasserstoff: FuelCell Energy mit weniger Umsatz – Aktie gewinnt 13 %
Die Aktie des US-Brennstoffzellenherstellers FuelCell Energy hat nach Präsentation der Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 (Februar bis April) zweistellig an Wert gewonnen. Grund dürfte sein, dass das Unternehmen die Erwartungen am Markt übertroffen hat – doch wirklich gut fällt der Quartalsbericht nicht aus.
FuelCell erzielte im zweiten Jahresviertel einen Umsatz von 22,4 Millionen US-Dollar, Analysten hatten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge im Durchschnitt nur Einnahmen von 21,4 Millionen Dollar erwartet. Auch der Verlust je Aktie schnitt mit 0,07 Dollar besser ab als die Marktprognose von 0,08 Dollar.
Verlust insgesamt gestiegen
Gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr gab der Quartalsumsatz allerdings um 42 Prozent nach. Der Verlust je Aktie sank zwar auch im Vergleich zum Minus von 0,09 Dollar je Anteilsschein im Vorjahr. Das lag allerdings daran, dass FuelCell neue Aktien ausgegeben hat, um frisches Kapital einzusammeln. Das verwässert den Verlust, weil es ihn auf mehr Anteilsscheine aufteilt. Insgesamt stieg der Verlust im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 37,7 Millionen Dollar.
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Der Auftragsbestand lag Ende des Quartals bei 1,1 Milliarden Dollar und war damit um 3,8 Prozent gestiegen. Im wichtigsten Bereich Energieerzeugung ging das Volumen allerdings um rund 8 Prozent auf 853 Millionen Dollar zurück. FuelCell baut, betreibt und wartet vor allem Brennstoffzellen-Kraftwerke auf der Basis sogenannter Karbonat-Brennstoffzellen.
An der Börse kamen die neuen Zahlen gut an, die Aktie gewann im Tradegate-Handel am gestrigen Montag 13 Prozent. Aktuell notiert sie zum Vortag weitere 0,2 Prozent im Plus bei 0,91 Euro (Stand: 11.6.2024, 10:51 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 33,2 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 62,5 Prozent im Minus.
Umstrittene Brennstoffzellen-Technologie
FuelCell schafft es weiterhin nicht, trotz insgesamt steigender Aufträge der Gewinnzone näher zu kommen. Und auch nach dem Plus der letzten Wochen bleibt die Aktie ein Pennystock, also eine Aktie, die im Cent-Bereich notiert. Das macht sie anfälliger für Spekulationen, da große Volumen einfacher gehandelt werden können. Auch hat der Markt viel Vertrauen in die FuelCell-Aktie verloren, in den letzten drei Jahren ist der Kurs um rund 90 Prozent gefallen.
Die Karbonat-Brennstofzellen von FuelCell sind zudem aus nachhaltiger Sicht eine fragwürdige Technologie. Sie werden mit einem Gemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid betrieben, das aus fossilem Erdgas oder Biogas gewonnen wird. Bei dessen Verbrennung entsteht neben weiterem Wasserstoff auch CO2, das extra gebunden werden muss.
Derzeit arbeitet FuelCell in Kooperation mit dem Ölkonzern Exxon an effektiveren Methoden zur CO2-Bindung. Innovationskraft sollte aus Sicht der Redaktion aber besser auf die günstigere Produktion von tatsächlich grünem Wasserstoff gerichtet werden. ECOreporter sieht aktuell keine Argumente für einen Einstieg in die FuelCell-Aktie.
Für eine detaillierte Einschätzung der Wasserstoffbranche lesen Sie das ECOreporter-Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die sichersten Wasserstoff-Aktien.
FuelCell Energy Inc.: