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Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF
Windenergie-Ausschreibung mit Rekord – wer ist erfolgreich?
Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der November-Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land veröffentlicht. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 3.450 Megawatt (MW) wurden 905 Gebote mit einer Gebotsmenge von 8.155 MW eingereicht. Zuschläge gingen unter anderem an Energiekontor, Verbund, PNE, prestigeträchtige Großprojekte und an ein Unternehmen, das aktuell eine Anleihe anbietet.
„Die eingereichte Gebotsmenge von über 8 Gigawatt stellt den bisher höchsten Wert in einer Ausschreibung dar. Über das gesamte Jahr 2025 betrachtet war damit erfreulicherweise jede Ausschreibung überzeichnet. Zugleich sind die Zuschlagswerte gegenüber der Vorrunde weiter gesunken“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.
Starker Wettbewerb verringert Zuschlagswert auf rund 6 Cent
Aufgrund der starken Überzeichnung konnten im Ergebnis von den 905 Geboten nur 415 mit insgesamt 3.456 MW einen Zuschlag erlangen. 37 Gebote mussten zudem vom Verfahren ausgeschlossen werden.
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 5,80 Cent/kWh und 6,12 Cent/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert ist gegenüber der vorherigen Ausschreibungsrunde (6,57 Cent/kWh) weiter gesunken und liegt mit 6,06 Cent/kWh deutlich unterhalb des erlaubten Gebotshöchstwerts von 7,35 Cent/kWh.
Viele genehmigte Windkraftprojekte noch ohne Zuschlag
„Aktuell sind rund 14.000 MW bereits genehmigter Projekte noch nicht bezuschlagt worden. Angesichts dieses hohen noch nicht bezuschlagten Volumens ist davon auszugehen, dass auch 2026 die Ausschreibungsrunden überzeichnet sein werden. Gemessen an durchschnittlichen Investitionskosten von 1,4 bis 1,6 Millionen Euro je Megawatt Leistung entspricht das noch nicht bezuschlagte Volumen Investitionen im Umfang von 20 bis 23 Milliarden Euro”, erklärt Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbandes Windenergie (BWE).
Das Windenergie-Ausschreibungsvolumen für 2026 beträgt gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 10.000 MW. Das verfügbare Volumen für die nächste Ausschreibungsrunde, die am 1. Februar 2026 stattfindet, wurde durch die Bundesnetzagentur auf 3.445 MW angehoben, sodass demnach für 2026 insgesamt 10.945 MW ausgeschrieben werden.
Da neben den 14.000 MW an bereits genehmigten Projekten viele neu genehmigte Bauvorhaben bei den folgenden Ausschreibungsrunden dazukommen werden, besteht das Risiko, dass zahlreiche genehmigte Windkraftprojekte keinen Zuschlag erhalten werden. Dadurch ist es möglich, dass viele dieser Projekte verschoben werden müssen oder gar nicht realisiert werden können. Hinzu kommt die Unsicherheit über die Ausgestaltung des EEG ab 2027. Bei bezuschlagten Windkraftprojekten kann es zudem schwieriger werden, diese angesichts gestiegener Material-, Bau- und Personalkosten und gleichzeitig geringerer Zuschlagswerte rentabel zu realisieren.
Jeweils über 1.000 MW für NRW und Niedersachsen
Die meisten Zuschläge bei der November-Ausschreibungsrunde entfallen auf Gebote für Standorte in Nordrhein-Westfalen (1.093 MW, 148 Zuschläge) gefolgt von Niedersachsen (1.091 MW, 133 Zuschläge) und Brandenburg (262 MW, 34 Zuschläge).
Im folgenden Premium-Bereich erhalten Sie Informationen zu zehn Gesellschaften bzw. Unternehmensgruppen, die bei der November-Ausschreibung mit Projekten für zusammen über 1.000 MW erfolgreich waren und bei denen in mehreren Fällen auch private Anlegerinnen und Anleger investieren können.
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