Die US-Finanzindustrie duckt sich weg, um nicht ins Fadenkreuz von Donald Trump zu geraten. / Illustration: Pixabay

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J.P. Morgan verzichtet auf Stimmrechtsberater

Die US-Großbank J.P. Morgan will künftig nicht mehr mit Stimmrechtsberatern zusammenarbeiten. Stattdessen soll Künstliche Intelligenz passende Empfehlungen geben.

Stimmrechtsberater wie die Marktführer ISS und Glass Lewis liefern Anbietern von Fonds und ETFs Empfehlungen und Datenmaterial für die Abstimmungen auf Hauptversammlungen investierter Unternehmen. Oft übernehmen sie auch die technische Durchführung der Stimmabgabe. Auf diese Dienste will J.P. Morgan nun als erste große Bank verzichten und die Abstimmungen stattdessen von einem hauseigenen KI-System managen lassen.

Hintergrund der Neuausrichtung dürfte auch die Abneigung von US-Präsident Donald Trump gegen Stimmrechtsberater sein. Trump behauptet, die Branche verfolge „radikale, politisch motivierte Agenden“. Im Dezember ordnete er an, die bestehenden Regelungen für Stimmrechtsberater zu überprüfen.

Die US-Finanzbranche unterwirft sich Trump zunehmend, um nicht den Zorn des Präsidenten auf sich zu ziehen, und rückt deshalb auch immer mehr vom Thema Nachhaltigkeit ab. Pensionsfonds aus Europa und aus liberalen US-Bundesstaaten gehen deshalb auf Distanz zu den großen US-Geldhäusern (ECOreporter berichtete unter anderem hier).

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