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Stromrebellen gegen Konzerne – Kraft des Geldes Teil 6
Ihr Geld: Ein unbedeutendes Staubkorn im schier unendlichen Universum des Finanzmarktes? Oder der Zellkern für etwas, das Sinn ergibt – ein Stück Krankenhaus, eine Grundlage für ein kleines Unternehmen in einem Schwellenland, ein Kindergarten, ein Teil der Energiewende, eine Stimme mit Einfluss gegen die Regenwaldzerstörung? ECOreporter zeigt Beispiele, wo das möglich wird.
Die nachhaltige, ethische Geldanlage hat Wirkung. Nicht nur auf dem Konto oder im Depot. Sondern auch in der realen Welt, jenseits der Zahlen. Da verändert Geld etwas. Man muss nicht einmal Millionen investieren, damit echte Wirkung entsteht. Denn die Masse kommt durch die Menge der ethisch und nachhaltig Anlegenden zusammen.
"Stromrebellen" mit ausschließlich grüner Energie
Der grüne Geldmarkt hat in den letzten Jahren bereits Milliarden in sinnvolle Kanäle gelenkt. In dieser ECOreporter-Serie geben Ihnen sechs Menschen konkrete Beispiele dafür, was Geld geleistet hat und weiterhin bewirken kann, wenn die Richtung und das Engagement stimmen. Aus kleinen Beiträgen Großartiges entstehen lassen: So funktioniert es.
Im sechsten und finalen Teil der Serie lesen Sie, wie eine Genossenschaft Bürgerinnen und Bürgern die direkte Beteiligung an ihrer Energieversorgung ermöglicht. Und Energie damit nicht nur fossilfrei hält, sondern aktiv beim Ausbau der Erneuerbaren mithilft.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Armin Komenda ist Vorstandsmitglied der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG. Die Genossenschaft ist als "Stromrebell" bekannt, ECOreporter hat sie hier vorgestellt. Die grundsätzlichen Vor- und Nachteile der Geldanlage mit Genossenschaftsanteilen hat sich die Redaktion in dieser Titelgeschichte näher angesehen.
ECOreporter: Warum ist das Geld aus den Genossenschaftsanteilen der Mitglieder für die EWS Schönau wichtig – hätten Sie sich das Geld nicht auch von einer Bank leihen können?

Armin Komenda ist Vorstandsmitglied der "Stromrebellen" EWS Schönau. / Foto: EWS
Armin Komenda: Die Genossenschaft ist die demokratischste aller Unternehmensformen. Wir sind aus einer Bürgerinitiative entstanden und von daher schon immer der Meinung, dass die Bürgerenergie, also die direkte Beteiligung von Menschen an ihrer Energieversorgung, der beste Weg ist, um eine dezentrale und erneuerbare Energieversorgung aufzubauen, die auch eine größtmögliche Akzeptanz erfährt. Das ist in einer Genossenschaft möglich.
Was hat das Geld derjenigen, die EWS-Genossenschaftsanteile gezeichnet haben, bisher bewirkt – haben Sie Beispiele?
Wir nutzen das Geld hauptsächlich, um Nahwärmenetze sowie Wind- und Solaranlagen zu bauen. Unser erster Windpark im Schwarzwald ging 2016 in Betrieb, der erste Solarpark ebenso. Im vergangenen Jahr haben wir einen zweiten Windpark in Niedersachsen eingeweiht. Seit diesem Jahr sind im Schwarzwald zwei neue Solarparks am Netz, weitere Wind- und Solarparks sind geplant oder schon in der Umsetzungsphase.
Man könnte für die eigene Geldanlage ja auch Aktien eines der großen Stromversorger an der Börse kaufen. Was ist der Hauptunterschied zur EWS, wo wirkt das Geld nachhaltiger?
Wir haben immer Wert darauf gelegt, dass wir unabhängig von den großen Energiekonzernen bleiben. Dazu stehen wir bis heute. So können unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden sicher sein, dass ihr Geld nicht, auch nicht in Teilen, in die Atom- oder Fossilindustrie fließt, sondern ausschließlich für eine klimafreundliche, dezentrale und erneuerbare Energieversorgung verwendet wird.
Die übrigen Teile unserer Serie "Kraft des Geldes" finden Sie hier:
Teil 1: Festgeld für die Wachkomastation
Teil 2: Die Büffelkuh und die Ärzte
Teil 3: Von Kindergärten und Schulen in Finnland
Teil 4: So krempelten private Anlegerinnen und Anleger die Energiebranche um
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04.12.24
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